Aus zwei Räumen wird einer: Abriss von Trennwänden

Hier ein neuer Beitrag aus meiner Reihe „Unser Haus soll schöner werden“ – eine Anleitung, wie ihr eine Trennwand leicht abreissen könnt.

Nicht selten wünschen wir uns mehr Platz in Haus oder Wohnung. Um diesen Wunsch wahr werden zu lassen, muss man aber nicht immer nach einem neuen Heim suchen. Stattdessen können vorhandene Flächen effektiv genutzt werden. So kann beispielsweise aus einem schmalen Abstellraum und einer angrenzenden, ungenutzten Abseite eine gemütliche, schöne Küche kreiert werden. Doch was stört ist die Zwischenwand, sie muss natürlich vorher weg.

Trennwand abreissen
Aus zwei Räumen einen einzeln zu machen –scheint kompliziert. Doch mit einer ausgereiften Planung und etwas Kreativität kann dies zu weiten Teilen auch von Heimwerkern geschafft werden. Wer dennoch Angst oder zumindest Respekt vor einem solchen Projekt hat, kann sich von unserer Bauanleitung ein wenig inspirieren lassen.

Bauanleitung
Schwierigkeitsgrad: mittel
Zeitaufwand: 1 Tag

Materialliste

Rainer Sturm / pixelio.de
Rainer Sturm / pixelio.de

• Estrichmasse
• Mörtel
• Holz- und Styroporplatten
• Fliesen
• Fliesenkleber
• Fliesenkreuze
• Fugenmasse
• Werkzeuge
• Container für den Schutt
• Schlagbohrmaschine
• Vorschlaghammer
• Spachtel
• Schaufel und Besen
• Elektrisches Rührwerk
• Fliesenschneider
• Evtl. Winkelschleifer
• Schwämme
• Wasserwaage
• Laser-Wasserwaage
• Abzieher
• Hammer und Meißel
• Schrubber
• Handschuhe
• Staubmasken
• Schutzbrille


Schritt 1: Die Vorbereitung

Bevor ihr mit dem Umbau anfangt, solltet ihr einige Formalitäten berücksichtigen. Für alle Mieter gilt es zunächst, die schriftliche Genehmigung des Vermieters einzuholen. Wichtig ist zudem, mit dem Vermieter zu klären, was im Falle der Wohnungsrückgabe von Seiten des Mieters zu beachten ist. Die Forderung nach Wiederherstellung des Urzustands, wären denkbar schlechte Voraussetzungen für ein solches Bauvorhaben. Wenn man eine Wand abreißen möchte, sollte man weiterhin einen Architekten oder Statiker hinzuziehen. Die Profis können die statische Ausgangslage am besten beurteilen und so, Schäden am Bauwerk oder gar das herabstürzen der Decke vermieden werden. Auf Anraten der Profis kann ggf. auch der Einbau von Deckenstutzen geplant werden.

Zuletzt sollte noch geprüft werden, aus welchem Material die zu beseitigende Wand besteht. Bei Gipskarton empfiehlt es sich zudem zu prüfen, ob hinter den Platten Träger und Stützen aus Holz oder Metall verborgen sind.

Schritt 2: Alles muss raus
Ausgerüstet mit allen notwendigen Informationen, kann dann endlich losgelegt werden. Als erstes solltet ihr einen Container für den anfallenden Bauschutt besorgen. Doch welche Containergröße ist ausreichend? Hierfür sind die Maße der Wand, also Breite, Höhe und Tiefe eine gute Orientierungsmöglichkeit. Dabei sollten auch die ungefähren Materialmengen der Altbaustoffe, wie beispielsweise die von alten Fliesen oder dem alten Estrich nicht vergessen werden.

Schritt 3: Facharbeiten
Auch beim Abriss sollten Facharbeiten die z.B. Strom, Wasser und Heizung betreffen, möglichst den Profis überlassen werden. Falls also Stromleitungen und Steckdosen in der abzureißenden Wand liegen, holt ihr am besten einen Elektriker. Handelt es sich um den Rückbau von Heizkörper, Heizrohren oder Wasseranschlüssen, ruft den Klempner.

Schritt 4: Sauber und ordentlich
Wer den alten Boden noch weiter nutzen möchte, sollte ihn im Voraus mit Holz- oder Styroporplatten bedecken. Eine Antistaub-Wand aus Latten und transparenter Malerfolie zu bauen könnte ebenfalls sinnvoll sein.

Schritt 5: Die Wand zertrümmern
Jetzt kann die Schlagbohrmaschine zur Hand genommen werden. Mit dem Bohrer solltet ihr die Wand nun regelrecht durchlöchern, so lässt sie sich wesentlich einfacher mit einem Vorschlaghammer einschlagen. Wenn ihr die Wand zertrümmert, solltet ihr aber möglichst vorsichtig vorgehen, in der Wand könnten Träger eingearbeitet sein.

Schritt 6: Estrich gießen
Nach dem Abtransport von Wand- und Fliesenschutt sowie der Reinigung der Bodenfläche kann man sich mit dem nun freiliegenden Streifen zwischen den zwei Estrichflächen beschäftigen. Dieser Streifen wird zunächst mit Styropor ausgekleidet und anschließend mit Estrich aufgefüllt. Die Estrichmasse sollte zuvor in einem Bottich angerührt werden. Wichtig ist, mit dem Verlegen neuer Bodenfliesen erst dann zu beginnen, wenn die vorgegebene Abbindezeit des Estrichs abgelaufen ist.

Schritt 7: Die Spuren verwischen
Anschließend werden noch die Wand- und Deckenstreifen der alten Trennwand gesäubert und gegebenenfalls mit Mörtel geglättet. Für die Entfernung alter Anschlüsse von Wasser, Strom und/oder Heizung solltet ihr wiederum Fachleute zu Hilfe rufen.

Schritt 8: Fliesen verlegen (0der was sonst halt auf den Boden soll)

Rainer Sturm / pixelio.de
Rainer Sturm / pixelio.de
Vor dem Verlegen neuer Bodenfliesen, sollte man den Fliesenkleber anrühren. Ein elektrisches Rührwerk kann hierfür sehr hilfreich sein. Rührt nun eine entsprechende Menge des Klebers an. Achtet aber darauf, nicht zu viel Kleber anzurühren. Der angerührte Kleber sollte dann innerhalb der Abbindezeit sorgfältig verarbeitet werden.

Die neuen Bodenfliesen werden von Reihe zu Reihe versetzt verklebt. Damit die Abstände zwischen den Platten gleichmäßig groß gehalten werden, empfiehlt es sich Abstandshalter (wie Fliesenkreuze) zu nutzen. Die äußeren Fliesen könnt ihr mit einem Fliesenschneider passend zuschneiden.

Wenn die Fliesen sehr hart sind, könnt ihr dafür auch einen Winkelschleifer verwenden. Ist der Kleber abgebunden, werden noch die Fugen zwischen den Fliesen mit Fugenmasse verschlossen. Im letzten Schritt bleibt nun noch ein schmaler Fliesenstreifen als Sockel zu verkleben und wiederum zu verfugen.

Mehr kreative Ideen findet ihr dazu in der 1-2-do.com Heimwerker Community. 🙂

Holz ist nicht gleich Holz

Egal ob über die eigene Forstwirtschaft oder über andere Wege. Oftmals müssen große Mengen an Holz bewertet und für den richtigen Einsatz katalogisiert werden. Gerade Personen, welche über einen Feststoffofen oder einen Kamin verfügen, kennen die hohen Ansprüche, welche an das Holz gestellt werden müssen.

Schließlich möchte man weder einen mühsamen Anbrennvorgang, noch ein unruhiges oder harzspritzendes Holz im offenen Kamin.Die Unterteilung der Hölzer kann sich dabei nach verschiedenen Kriterien richten. Zum einen kann man die Hölzer in Hartholz und Weichholz unterteilen, oder diese hinsichtlich ihres Zweckes und ihres Nutzens einteilen.

Das Holz nach seiner Dichte einteilen
Die Begriffe Hart und Weich sind dabei oftmals irritierend. Denn nicht die Festigkeit des Holzes entscheidet im Endeffekt über die Einteilung in diese Klassen, sondern die jeweilige Dichte des Holzes. Diese Begriffe stammen hierbei ursprünglich aus der Zollwirtschaft und wurden zur Katalogisierung und Bewertung der Hölzer verwendet. Entscheidend für die Unterteilung ist also die Faserdichte im inneren des Holzes. In der Regel kann man hierbei relativ leicht unterteilen. Langsam wachsende Hölzer verfügen in der Regel über eine deutlich höhere Dichte, was diese zum einen unanfälliger gegen Schädlinge macht, ihnen allerdings auch in der Verbrennung eine deutlich höhere Energiedichte verschafft.

Darüber hinaus verfügt Hartholz oftmals über eine deutlich geringere Menge an enthaltenen Harzen, was es ideal als Kaminholz einsetzbar macht, da die Verbrennung deutlich ruhiger von Statten geht. Oftmals wird eine relativ einfache Unterteilung genutzt, welche alle heimischen Laubbaumarten dem harten, alle Nadelbäume dem weichen Holz zuordnen. Grob mag diese Unterteilung korrekt sein, doch gibt es einige Ausnahmen, welche diese Regel wieder aufbrechen. Unter den Begriff fallen dabei vor allem Hölzer von Esche, Eibe, aber auch viele Obstbaumhölzer wie Apfel oder Pflaumenbaum.

Das Holz nach seinem Einsatzzweck einteilen
Ähnlich verhält es sich, wenn man das Brennholz in seinen jeweiligen Einsatzzweck unterteilen möchte. Besonders dichte und harzarme Holzarten eignen sich dabei vor allem in der Nutzung eines offenen Kamins. Da die im Holz enthaltenen Harzblasen bei Hitze aufplatzen und somit Glut und Asche durch die Gegend spritzen können, sollten besonders stark harzende Arten im Kamin keine Verwendung finden. Diese Arten sind vor allem im geschlossenen Holz-Stückofen besser eingesetzt, da diese Eigenschaften hierbei nicht stören. Weichholz eignet sich als Brennholz in der Regel nur in geringerem Maße.

Hans Rohmann/pixelio.de
Hans Rohmann/pixelio.de
Der große Vorteil liegt zumeist in der leichten Entzündbarkeit, so dass dieses Holz oftmals zum Starten eines Feuers genutzt werden kann. Auch die leichtere Bearbeitung dieses Holzes sorgt für seinen idealen Einsatz als Kaminholz gerade zu Beginn des Heizvorganges. So lassen sich leicht Späne von diesem Holz abschlagen, welche genutzt werden können, um Holzbriketts oder festere Holzarten zu entzünden.

Je nach Einsatzzweck sollten also verschiedene Hölzer genutzt werden. Auch in Kombination mit Holzbriketts sollte nicht auf den Einsatz von Holz verzichtet werden, da dieses den Anbrennvorgang deutlich erleichtern kann. Ein gut sortierter und in Klassen unterteilter Holzvorrat hilft dabei, jeweils das passende Holz für den gewünschten Einsatzzweck zur Hand zu haben. So kann der Einsatz von Holz in der eigenen Wohnraumbeheizung deutlich effektiver gestaltet werden.

Infrarotheizung – Heizen mit Infrarotstrahlen

Die steigenden Öl- und Gaspreise und ein neues Umweltbewusstsein haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen sich nach möglichen Alternativen umschauen, um die eigene Wohnung zu heizen. Neben Wärmepumpen haben in den letzten Jahren vor allem Heizungen, die auf Basis von Infrarotstrahlen arbeiten, an Beliebtheit gewonnen.

Funktionsweise einer Infrarotheizung
Im Gegensatz zu klassischen Heizungen, die fossile Brennstoffe nutzen, erwärmen Infrarotstrahler nicht direkt die Luft. Die ausgesendeten Strahlen werden vom Körper und Gegenständen aufgenommen und strahlen daraufhin selbst Wärme ab. Diese abgestrahlte Wärme ist es, die dann zur Erwärmung des Raumes führt.Oftmals werden Infrarotstrahlen dabei mit UV-Strahlen verwechselt und als gefährlich eingestuft. Diese sind bekannt dafür, zu Sonnenbrand und Hautschäden zu führen. Bei einem Infrarotstrahler ist das jedoch nicht der Fall. Er ahmt die Funktionsweise der Sonne nach und sendet wärmende Infrarotstrahlen aus, die ohne Probleme vom Körper aufgenommen werden können.

Platzsparend und schnell zu installieren

Daniel Rennen/pixelio.de
Daniel Rennen/pixelio.de

Eine Heizung, die auf Infrarotstrahlen basiert, bringt einige Vorteile mit sich. Im Gegensatz zur klassischen Heizung wird viel weniger Platz benötigt. Man benötigt keinen Heizungsraum mit einem Kessel oder Brenner. Genug Platz für den Strahler an sich, ist in der Regel ausreichend. Zudem wird auch kein Raum für die Lagerung von Heizmaterial wie Öl oder Holz benötigt. Daher sind Infrarotheizung gerade in Wohnungen, die nur beschränkt Raum bieten, eine echte Alternative. Weitere Vorteile sind die einfache Installation und Wartung. Während eine herkömmliche Heizung regelmäßig gewartet und gerade bei undichten Stellen relativ kostenintensive und aufwendig repariert werden muss, sind Infrarotheizungen einfach und unkompliziert.

Abgesehen von den ökonomischen Pluspunkten kann das Heizen mit Infrarotstrahlen auch einige ökologische Eigenschaften aufweisen, die als Gründen für eine Anschaffung sprechen. So erzeugen Infrarotstrahlen keinen Luftzug in der Wohnung, sodass sich die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht verändert. Dies führt dazu, dass der Einsatz der Heizung keinen Staub aufwirbelt, der besonders für Allergiker zu einem Problem werden kann. Aber auch auf den Körper an sich hat die Infrarotstrahlung Auswirkungen. Sie helfen dabei die Durchblutung im Körper und den Kreislauf anzuregen und fördern den Stoffwechsel. Dadurch kann sich der Körper zum Beispiel besser regenerieren beziehungsweise heilen.

Infrarotheizung: Kosten nur unter bestimmten Voraussetzungen ein Vorteil
Neben den Vorteilen gibt es, wie bei jedem Heizsystem, auch einige Nachteile bei den Infrarotheizungen. So ist eine echte Ersparnis bei den Heizkosten nur dann zu erreichen, wenn die Wohnungen oder das Haus sehr gut gedämmt sind. Die Strompreise befinden sich im Moment auf einem Niveau, dass nur Häuser mit guter Dämmung wirklich kostengünstiger sind. Langfristig gesehen wird sich dieser Punkt jedoch relativieren, da die Preise für Gas und Öl aufgrund der Verknappung der Ressourcen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigen werden. Abgesehen von den Strompreisen gibt es auch rechtliche Nachteile. So sollte man sich beim Neubau eines Hauses erst einmal richtig informieren. In manchen Bundesländern sind Infrarotheizungen als Hauptheizung nicht zulässig.

Trotz der rechtlichen Schwierigkeiten wird diese Art der Heizung für immer mehr Menschen zu einer echten Alternative. Besonders die Infrarotheizung Kosten für die Anschaffung und der geringe Platzbedarf machen die Heizkörper so attraktiv.