Zollstöcke

 
Zollstöcke, das ist der Begriff für ein dem Heim- und Handwerker wichtiges Utensil zur Maßhaltung.

Ein faltbares, aus Kunststoff, Metall oder Holz gefertigtes Lineal in Zentimeter- und Millimetereinteilung. Meist ist ein Zollstock ausgeklappt 200cm lang.
 
Scharniere oder Nieten bilden die Achsen der einzelnen Zollstockkomponenten, welche vom Handwerker jeweils auf die benötigte Nutzlänge ausgeklappt werden können.
 
 
Solche gegliederten Maßstäbe, wie ein Zollstock, haben je nach Ausführung auch eine zusätzliche Einteilung in englischen Zoll vermerkt, oder eine Tirette (Bohrtiefenmessstab) an einem Ende integriert.

© Tim Heinrichs Noll / PIXELIO
© Tim Heinrichs Noll / PIXELIO
Bandmaße haben Zollstöcke in vielen Arbeitsbereichen ersetzt und verdrängt. Der Zollstock findet nur noch wirklich im Verbreitungsraum der deutschen Sprache Anwendung im Handwerk.
 

Maurer, Innenarchitekten und Schreiner haben mit Zollstöcken zunftgemäß Generationen lang gearbeitet, aber mit der erforderlichen Präzision in heutigen Fertigungsbetrieben kann der Gliedermaßstab in herkömmlicher Form nicht mithalten.

Sonderlängen von 100cm und 300cm Gesamtlänge waren ebenfalls in zurückliegenden Zeiten handelsüblich.
 
2 Meter-Zollstöcke wurden über eine lange Zeit gerne von Baumärkten und Bauzulieferbetrieben an Handwerker und Hobbyisten als Werbepräsent abgegeben.
 
Moderne Rollbandmaße haben Zollstöcke aus vielerlei Bereichen ganz verdrängt. Die wenigen echten Vorzüge eines Zollstockes gegenüber dem Rollbandmaß, macht Letzteres durch seine kompakte Form und kleine Baumaße des Gehäuses in den Augen der Allgemeinheit schnell wieder wett.
 
Messfehler, zum Beispiel bei Raumabmessungen und Messweiten jenseits der 2 m Grenze, vermeidet man heutzutage leichter mit einem guten Rollbandmaß.

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