Verputz

Es gibt viele Gründe, warum man einen Verputz erneuern muss.

Einerseits kann Putz reißen oder abplatzen, weiterhin kann er einfach durch das Alter des Materials, absanden oder

© knipseline  - pixelio.de
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abbröckeln. Auch ein Neubau ist ein Anlass zum Verputzen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Unter- und Oberputz, sowie Dekorputz. Einige andere Putzarten sind der Lehmputz, der Edelputz und der Spritzputz um nur einige zu nennen.

Der Unterputz dient dazu, das Mauerwerk für den Oberputz haftfähiger zu machen und kleine Unebenheiten, die beim Bau entstanden sind, auszugleichen. Unterputz wird in der Regel mit einer sehr dünnflüssigen Mörtelmischung ausgeführt. Die Dicke der Unterputzschicht sollte zwischen 1 cm und 1,5 cm liegen. Unterschiedlich dicke Putzschichten härten auch unterschiedlich aus. Dabei kommt es zu Spannungen innerhalb des Materials, was wiederum zur Bildung von Rissen führen kann.

Die Unterputzschicht muss völlig plangestaltet sein. Um dem Oberputz später bessere Haftung zu bieten, kann man den Unterputz mit einem Nagelbrett aufrauen.

Nach einer Wartezeit von mindestens 24 Stunden kann man den Oberputz auftragen. Hierfür kann man entweder mit der guten alten Maurerkelle arbeiten oder eine Putzmaschine verwenden.

Nach dem Aufbringen des Putzes auf die Wand, wird dieser mit der Kartätsche aufgezogen, wobei eventuelle Unebenheiten grob geglättet werden und Löcher verschlossen werden.

Nachdem der Putz bis zu einem gewissen Grad ausgehärtet ist, kann man ihm mit dem Reibebrett sein endgültiges Aussehen verleihen. Es besteht die Möglichkeit, diesem Oberputz mit verschiedenen Mustern ein einzigartiges Aussehen zu verleihen. So kann man beispielsweise Steine imitieren oder mit einem Werkzeug Muster in den Putz drücken.

Werden in den Oberputz kleine Steine gemischt, die man nach dem teilweisen Aushärten des Putzes mittels eines Nagelbrettes wieder heraus kratzt, so nennt man dies auch Kratzputz. Für den Innenbereich gibt es noch verschiedene Dekorputze, die auf den fertigen Oberputz aufgebracht werden können und die enorm viele Gestaltungsmöglichkeiten bieten.

In sehr alten Bauten kommen noch solche Exoten wie Lehmputz zum Einsatz. Aufgrund der alten Bausubstanz würde sich eine Verwendung von Kalkmörtel zerstörend auswirken.

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