Überwachungsanlagen

Überwachungsanlagen dienen dem aktiven Einbruchsschutz. Sie haben eine meldende und abschreckende Wirkung. Das bedeutet das potentielle Eindringlinge bereits im Vorfeld abgeschreckt werden oder vertrieben werden. Es gibt auch so genannte stille Anlagen. Diese verfügen über keinerlei Signalanlagen, sondern melden den Einbruch versteckt an die Polizei oder einen Sicherheitsdienst.

Die Funktionsweisen von Alarmanlagen sind außerordentlich umfangreich.

Am weitesten verbreitet sind Anlagen, die einen Einbrecher aktiv über Bewegungsmelder wahrnehmen. Hier muss man unterscheiden zwischen verschiedenen Technologien unterscheiden. Am häufigsten wird der Infrarot-Sensor verwandt. Er nimmt die Umgebungstemperatur wahr. Tritt ein Körper in den Messbereich ein dessen Temperatur sich von der Umgebung unterscheidet, wird Alarm ausgelöst.

Eine ebenso weite Verbreitung haben Alarmanlagen, die mit Ultraschall arbeiten. Diese senden einen unhörbaren Ton in den Raum, der von dort wieder zurückgestrahlt und gemessen wird. Als Vergleichswert für die Anlage dient der leere Raum beim Einschalten. Tritt jetzt ein Körper in den Raum, verändert sich das Schallbild und es kommt zur Auslösung des Alarmes.

In besonders sensiblen Bereichen kommen auch Laser zum Einsatz, die darauf reagieren, wenn der Lichtstrahl unterbrochen wird. Zusätzlich können auch noch Sensoren im Boden oder extrem sensible Mikrofone zur Meldung eines Einbruchs verwendet werden.

Dies ist nur ein grober Auszug der Möglichkeiten zur Aufnahme eines Alarmes.

Die Meldung des Alarms kann ebenfalls auf verschiedene Weise erfolgen. Am weitesten verbreitet ist die optisch/akustische Meldung. Dazu wird außen am Haus eine Sirene und eine Signalleuchte angebracht. Kommt es zu einem Alarmereignis, werden diese Melder aktiviert. Die Sirene muss sich nach einer Dauer von drei Minuten automatisch abschalten, während es für die Signaldauer der Rundumleuchte keine Beschränkungen gibt.

Bei dieser Form der Signalgebung gibt es verschiedenes zu beachten und zu bedenken. Mit einer solchen Alarmanlage kann man in jedem Fall Gelegenheitsverbrecher vertreiben, die nur auf schnelle Beute aus sind. Professionelle Einbrecher werden durch die Signalleuchte am Haus erst angezogen. Menschen die über entsprechende Wertgegenstände verfügen, bekommen von der Versicherung immer die Installation einer Alarmanlage vorgeschrieben. Dies wissen auch die Verbrecher. Wenn in einer normalen Wohnsiedlung plötzliche ein Haus stärker gesichert ist als die Häuser der Nachbarschaft, so ist dies ein starkes Indiz dafür, das dort etwas zu holen ist.

Gegen diese Form der Signalgebung spricht, das diese auch ohne technische Kenntnisse sehr leicht außer Betrieb gesetzt werden kann. So können Einbrecher in der Nacht die Signalleuchte mit roter Farbe besprühen und die Sirene mit handelsüblichen Bauschaum ausschäumen um am Tage, während der Abwesenheit der Bewohner, ungestört ihrer Arbeit nachzugehen.

Besser wäre es einen stillen Alarm zu verwenden, der den Einbruch bei der nächsten Polizeidienststelle oder einem privaten Sicherheitsdienst meldet. Bei guten Anlagen kann sich der Sicherheitsdienst per Video in das überwachte Gebäude einschalten um sich davon zu überzeugen ob es sich nicht um einen Fehlalarm handelt.

Versuchen Sie bei einem Alarm nie, die Einbrecher selbst zu stellen! Dies ist unter Umständen lebensgefährlich! Warten Sie immer auf das Eintreffen der Polizei. Auch wenn Sie körperlich sehr kräftig sind, kann Ihnen ein entschlossener Einbrecher der mit einem Kuhfuß oder ähnlichem bewaffnet ist, erhebliche Probleme bereiten.

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