Toilette

Dieser Artikel behandelt die Toilette als Abtrittsort für Körperausscheidung und im weiteren den Raum in dem das Toilettenbecken installiert ist.

Für den Begriff Toilette gibt es allein im Deutschen so viele Synonyme, dass diese kaum aufzulisten sind.

Deshalb ist die folgende Liste mehr als unvollständige Aufzählung zu sehen:

Klo, Stilles Örtchen, Abort, Lokus, WC, Donnerbalken,  Scheißhaus, 00, Klosett …. und noch viele andere mehr

Ursprünglich kommt der Begriff aus dem Französischen.

Die Damen der besseren Gesellschaft besaßen in früheren Zeiten einen eigenen Raum in dem sie sich für den Tag zurecht machten. In diesem Raum stand ein Schmink- und Frisiertisch, der als Toilette bezeichnet wurde. Vor diesem Tisch befand sich ein Stuhl, der mit einer entsprechenden Öffnung versehen, gleich zu Verrichtung der morgendlichen Notdurft verwandt wurde. Im Laufe der Zeit etablierte sich, vor allem außerhalb Frankreichs, der Begriff Toilette.

Grundsätzlich wird zwischen fünf grundlegenden Arten der Toilette unterschieden.

© Gabi       Schoenemann / PIXELIO
© Gabi Schoenemann / PIXELIO

Das Pissoir auch Urinal genannt:

Ein Pissoir wird ausschließlich auf Herren-Toiletten verwendet. Es dient dazu, das „kleine Geschäft“ im Stehen zu verrichten. Neben der Variante aus Porzellan, die an der Wand befestigt ist, hat sich auch die Urinrinne etabliert. Letztgenannte kommt aber immer mehr aus dem Gebrauch. Moderne Urinale gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und mit teilweise völlig gegensätzlichen Funktionsweisen.

Das herkömmliche Urinal verfügt über eine Wasserspülung die dazu dient, das abgeschlagene Wasser in die Kanalisation zu befördern. Zusätzlich gib es Modelle die, auch in hochfrequentierten Bereichen, völlig ohne Wasser auskommen.
Die Beschichtung dieser Stehtoiletten ist so beschaffen, dass praktisch nichts an ihnen anhaften kann. Gegen die Geruchsbildung wirken Chemikalien im inneren, die den Urin so zersetzen, das er seinen typischen Geruch verliert.
Das Design der Pissoire ist nur durch die Phantasie der Designer begrenzt. Es gibt so viele unterschiedliche Ausführungen, dass eine Beschreibung an dieser Stelle aus Platzgründen unterbleiben muss.

Der Tiefspüler:

Als Tiefspüler wird eine Toilette bezeichnet, in der sich unter dem Hintern des Benutzers ein wassergefüllter Syphon befindet. Bei der Benutzung fallen die Ausscheidungen in dieses Wasser was zur Folge hat, dass diese vollständig vom Wasser umschlossen werden, wodurch sich die Geruchsbelastung der Raumluft auf ein absolutes Minimum beschränkt.

Abhängig von der jeweiligen Region funktionieren Tiefspüler auf zwei unterschiedliche Weisen. In Europa werden die Exkremente mit dem Wasser, das nach Betätigen der Spülung in die Toilette einläuft, weg geschwemmt. In Übersee befindet sich grundsätzlich mehr Wasser in der Toiletten-Schüssel. Beim Betätigen der Spülung, wird erst das verschmutzte Wasser abgelassen und im Anschluss daran die Toilette automatisch wieder aufgefüllt.

Der Flachspüler:

Bei einem Flachspüler landen die ausgeschiedenen Exkremente zuerst auf einer, von einem dünnem Wasserspiegel bedeckten, erhöhten Ebene im Toilettenbecken und werden erst beim Spülvorgang über einen Syphon, der in der Regel nach vorn zur Raummitte liegt, in die Kanalisation befördert.

Nachteilig bei dieser Bauart ist die starke Geruchsentwicklung, da die Ausscheidungen direkt mit der Raumluft in Kontakt kommen. Ebenso nachteilig ist die relativ starke Verschmutzung die der ausgeschiedene Stuhl auf der erhöhten Ebene hinterlässt. Auch wenn man, diese vor dem Toilettengang mit Papier auslegt, ist die Benutzung einer Toilettenbürste nicht zu vermeiden.

Vorteilhaft ist, das kranke Menschen, es viel leichter haben eine Stuhlprobe zu entnehmen und auch ihren Kot auf Blut oder Würmer zu untersuchen. Außerdem wird der Hintern nicht mit dem Wasser der Toilette bespritzt.

Das Kaskaden-WC:

Ein Kaskaden-WC ist eine mehr oder minder gelungene Kreuzung aus Flach- und Tiefspüler. Beim Kaskaden-WC werden die Körper-Ausscheidungen über einen an der hinteren Wand liegenden Syphon in das öffentliche Kanalsystem befördert.

Die Hock- oder Stehtoilette:

Außerhalb Europas ist diese Form des Abortes weit verbreitet. In der Regel handelt es sich um ein Loch im Boden über das man sich bei der Benutzung stellt oder hockt. Da kein direkter Kontakt mit der Toilette entsteht, handelt es sich hierbei um eine sehr hygienische Variante.

Für Ungeübte bringt die Benutzung einer solchen Toilette, verständlicher Weise, erhebliche Probleme mit sich und erfordert eine ziemliche Umstellung.

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