Tapezieren

Wer beim Hausbau Geld sparen will, kann mit etwas handwerklichem Geschick, alle anfallenden Maler- und Tapezierarbeiten selber ausführen.

Benötigte Werkzeuge und Materialien sind:

Tapeziertisch, Tapezierschere, Tapezierbürste, Malerquast, Reissspachtel, evtl. eine Einleim-Maschine, Zollstock oder Bandmaß, Wasserwaage, ,Tapete, Tapetenleim, Spachtel, Gipsbecher, Gips, Wandfarbe, Farbrolle, Eckenpinsel …

Vor dem Tapezieren ist es wichtig, dass der Untergrund optimal vorbereitet wird. Zuerst muss die alte Tapete entfernt werden. Dazu ist es sinnvoll, diese vorher mit Wasser ein zu weichen. Dazu kann man sich des Malerquasts oder einer Druckspritze bedienen. Nässen Sie die alten Tapeten gut durch. Lassen Sie sich Zeit dabei. Der Vorgang kann unter Umständen 1 bis 2 Stunden dauern. Dann lassen sich in den meisten Fällen die alten Tapeten problemlos von der Wand ziehen. Ein Herumkratzen mit einem Spachtel oder Schraubendreher ist nicht sinnvoll.

Jetzt können Sie damit beginnen, eventuelle Löcher in der Wand mit Gips zu schließen.

Bei sehr schweren Tapeten kann es notwendig sein, den Untergrund vor zu behandeln.

Die Hersteller solcher Tapeten geben Ihnen dazu alle wichtigen Instruktionen.

Nun beginnt die eigentliche Tapezierarbeit.

Bauen Sie Ihren Tapeziertisch auf. Wenn Sie über eine Tapeziermaschine verfügen, stellen Sie diese an ein Ende des Tapeziertisches. Rühren Sie Ihren Leim nach den Herstellervorgaben an, und befüllen Sie Ihre Tapeziermaschine. Sollten Sie nicht über eine Tapeziermaschine verfügen, belassen sie den Leim in dem Gefäß, in dem Sie ihn angerührt haben.

Messen Sie die Höhe der Wand, und schneiden Sie Tapeten in entsprechender Anzahl und Länge zu.

Hier können Sie aus zwei unterschiedlichen Methoden auswählen.

Entweder schneiden Sie die Tapeten maßgenau zu und haben dann an der Wand keinen Verschnitt mehr. Falls Sie sich jedoch nur um einen Zentimeter vermessen haben, ist die ganze Tapetenbahn nicht mehr zu gebrauchen. Die andere Methode ist, die Tapetenbahnen mit einem Überstand von 10 cm oben und unten zurecht zu schneiden. Diese Methode ist besonders bei gemusterten Tapeten zu empfehlen. Die Überlänge kann später an der Wand mit Hilfe eines Reissspachtels oder einer Schere entfernt werden.

Streichen Sie die Rückseite der Tapete mit Leim ein. Achten Sie darauf, dass besonders die Ränder ausreichend bestrichen werden.

Bei manchen Tapeten es ist notwendig, auch die Wände mit Leim zu bestreichen. Beachten Sie bitte die Herstellerhinweise.

Grundsätzlich tapeziert man vom Licht weg. Das heißt, man beginnt am Fenster und zwar nicht genau an der Fensterseite, sondern mit der Wand daneben. Achten Sie bei der ersten Tapetenbahn darauf, dass diese genau senkrecht geklebt ist. Kontrollieren Sie dies mit der Wasserwaage oder mit einem Lot. Machen Sie hier Fehler, werden alle anderen Tapetenbahnen schief.

Setzen Sie die Tapetenbahn an die Wand, und streichen Sie mit der Tapezierbürste Luftblasen und zu dick aufgetragenen Leim, zu beiden Seiten heraus.

Wenn die Tapete einige Minuten nach dem Ankleben plötzlich wieder Blasen zeigt, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Diese verschwinden mit dem Trocknen der Tapete. Vorausgesetzt, Sie sind beim Herausstreichen der Luft sorgfältig vorgegangen.

Wenn das ganze Zimmer fertig tapeziert ist, muss die Tapete trocknen. Hierbei ist darauf zu achten, dass kein Durchzug entsteht. Der tapezierte Raum sollte auch nicht übermäßig beheizt werden.

Wenn Sie sich für eine Rauhfasertapete entschieden haben, müssen Sie diese jetzt streichen. Bei der Farbwahl werden Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Es lassen sich auch verschiedene Wisch- und Airbrush-Techniken oder auch ganze Malereien realisieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.