Quellmörtel

Quellmörtel dient dazu, Bohrlöcher, Spalten und Risse am Bau zu schließen. Dabei gilt der Grundsatz, je feiner die individuelle Körnung des Materials umso kleiner sind die Löcher, die damit verschlossen werden können. Je gröber die Körnung um so größere Löcher können geschlossen werden.

Beim Verarbeiten von Quellmörtel ist nicht viel zu beachten. Wichtig ist den Mörtel immer genau nach den Herstellerangaben anzurühren. In der Regel wird hier wie beim Anmischen von Gips verfahren. Also erst das Wasser in das Mischgefäß geben und dann den Mörtel einstreuen. Dieser wird dann bei langsamen Drehzahlen so lange gemischt bis eine homogene Masse entsteht. Es dürfen keine Pulver-Klümpchen mehr enthalten sein! Abhängig von der Gesamtmenge der angerührten Mörtel-Masse beträgt die Mischzeit zwischen drei und zehn Minuten.

Die Oberflächen der zu schließenden Öffnung müssen sauber, trocken und staubfrei sein.

Beim Einfüllen des Quellmörtels ist darauf zu achten das keine Lufteinschlüsse mehr in der Masse vorhanden sind. Deshalb ist gutes Verdichten des Materials erste Bauherren-Pflicht.

Wichtig ist auch, dass man mit dem Mörtel niemals vollständig geschlossene Öffnungen verschließen darf. Es muss immer eine Möglichkeit gegeben sein, dem Quellmörtel Platz zum Ausdehnen zu geben! Dabei entstehende Überstände können nach dem Aushärten mechanisch entfernt werden. Dazu bedient man sich einer Flex oder – in alt bewährter Weise – Hammers und Meißels.

Die Oberfläche kann praktisch ohne Einschränkungen nachbehandelt werden. Überstreichen mit allen gängigen Farben oder übertapezieren sind ohne weiteres möglich.

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