Qualitätsfaktor

Der Qualitätsfaktor wird auch als „Performance Ratio“ bezeichnet. Er gibt an, in welchem Verhältnis der Nutzertrag einer Photovoltaikanlage zu ihrem Sollertrag steht. Um den Qualitätsfaktor zu errechnen, dividiert man den Ertrag an Wechselstrom durch den Ertrag an Generatorgleichstrom.

Der Qualitätsfaktor zeigt an, wie hoch der Anteil des tatsächlich nutzbaren Stroms am gesamten erzeugten Strom ist. Ein Wert von über 70% ist bei leistungsstarken Photovoltaik-Systemen durchaus realistisch. Solarmodule, die auf kristallinen Zellen basieren, erreichen Werte zwischen 0,85 und 0,95. Anlagen, die an ein Netz gekoppelt sind, erreichen durchschnittlich einen Qualitätsfaktor von 70 – 75%.

Der Qualitätsfaktor wird in der Einheit „(kWh/kWp)/d“ angegeben. „kWh“ steht dabei für den Energieertrag und „kWp“ für die Höchstleistung der Photovoltaikanlage unter Standardbedingungen. „d“ gibt die Dauer in Tagen an.

Mithilfe der Performance Ratio kann man Photovoltaik-Systeme untereinander vergleichen. Sie ist somit ein Qualitätsmerkmal einer Anlage. Würde man nur den Wirkungsgrad der Photovoltaik-Anlage berechnen, würde man nur die Nennleistung einbeziehen, aber nicht die Menge an Strom, die wirklich produziert wird.

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