Pelletsheizung

Eine Pelletsheizung ist ein modernes Heizsystem, das mit so genannten Pellets versorgt wird. Diese Pellets bestehen aus Abfällen, die in der Holzverarbeitung anfallen. Sie werden zu einer sehr hohen Dichte zusammengepresst, so dass sie kaum mehr Feuchtigkeit enthalten. Sie sind sehr klein und nicht einmal einen Zentimeter lang. Die Qualität der Pellets ist dann besonders gut, wenn ihre Oberfläche nicht rau oder rissig ist und schön glänzt.

Der Einbau einer Pelletsheizung empfiehlt sich ganz besonders dann, wenn man bereits eine defekte Ölheizungsanlage besitzt. Der Raum, in dem bisher der Öltank aufbewahrt wurde, eignet sich nämlich gewöhnlich hervorragend für die Lagerung der Holzpellets. Wichtig ist dabei, dass keine Feuchtigkeit an die Pellets gelangen kann, da ihre Heizkraft sonst verloren ginge. Zudem gibt es gewöhnlich schon eine Zufuhr von außen, sodass man die Pellets bequem von einem Silofahrzeug anliefern und in den Lagerraum einfüllen lassen kann.

© Thorben Wengert / PIXELIO
© Thorben Wengert / PIXELIO

Durch ein automatisches Fördersystem werden die Pellets vom Lager aus in die Brennkammer transportiert, wo sie dann verbrannt werden. Durch die hohe Dichte des Materials brennen sie sehr lange, woraus eine hohe Heizkraft resultiert. Diese wird auf das Heizungswasser übertragen, das die Wärme anschließend in den Wohnräumen verteilt. Die Energie kann natürlich auch für die Aufheizung von Warmwasser verwendet werden.

Wenn man sein Haus mit einer Pelletsheizung beheizt, wird dabei auch die Umwelt geschont. Pellets sind Naturprodukte, da ihnen keine künstlichen Zusatzstoffe beigemischt werden. Da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, kann man sichergehen, dass man auch in Zukunft mit Pellets versorgt werden kann. Es bleiben außerdem bei der Verbrennung abgesehen von CO2 keine Schadstoffe zurück. Einziger Rückstand ist die Asche, die man aber sogar im Garten als Dünger verwenden kann.

Die Anschaffung einer Pelletsheizung kann bei Erfüllen der Voraussetzungen gefördert werden. Dafür muss die Heizung mindestens eine Leistung von 8 kW erbringen. Der Wirkungsgrad muss 88% übersteigen. In diesem Fall kann man mit einer Förderung von 60 Euro pro kW rechnen. Weitere Informationen erhält man beim „Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle“. Allerdings muss man trotz Förderung mit enormen Kosten rechnen. Die Investitionen sind meistens sogar höher als bei einer konventionellen Erdölheizung. Diese Differenz amortisiert sich aber innerhalb kurzer Zeit durch die wesentlich niedrigeren Kosten für die Pellets.

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