Passivhaus

Ein Passivhaus ist ein Haus, das eine sehr gute Wärmedämmung besitzt. Ein solches Haus ist üblicherweise sehr kompakt gebaut. Durch spezielle Lüftungssysteme wird verhindert, dass Energie verloren geht. Dabei wird die die Wärme aus der abgesaugten Abluft sofort wieder für die Beheizung des Hauses verwendet. Auf diese Weise kann die Luft im Haus mehrere Male am Tag vollständig ausgetauscht werden, ohne nennenswerte Energieverluste hinnehmen zu müssen. Für Allergiker ist diese Bauweise auch deshalb von Vorteil, da durch einen integrierten Pollenfilter keine Pollen mehr in die Wohnräume geraten.

Der wichtigste Aspekt bei einem Passivhaus ist die Luftdichtigkeit des Hauses, da sonst zu viel Wärme entweichen würde. Deshalb müssen die Fenster und Türen perfekt verschlossen und absolut luftundurchlässig sein. Sofern dies auf dem gewählten Baugrundstück möglich ist, sollten die Fenster in Richtung Süden zeigen, damit die Sonne das Haus zusätzlich aufheizen kann. Die Luftdichtigkeit des Hauses kann mithilfe des Blower-Door-Testes zuverlässig überprüft werden.

Durch den Bau eines Passivhauses kann man seine Heizkosten um bis zu 85% senken. Dadurch wird man unabhängig von Preiserhöhungen bestimmter Energieformen. Man kann aber nicht nur viel Geld einsparen, sondern auch aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Da man in ein Passivhaus keine herkömmliche Heizungsanlage einbauen muss, kann man schon beim Bau des Hauses die Kosten niedrig halten.

Wenn man ein Passivhaus errichten möchte, wird man dabei durch die KfW-Bank unterstützt. Sie stellt dafür sehr zinsgünstige Darlehen zur Verfügung, die je nach Größe und Anzahl der Wohneinheiten bis zu 50.000 Euro betragen können. Durch diesen Kredit kann man die hohen Investitionskosten abdecken, die bei der Errichtung eines Passivhauses anfallen. Wenn man ein altes Haus zum Passivhaus umbauen möchte, erhält man noch eine zusätzliche Förderung in Form eines Tilgungszuschusses.

Damit ein Gebäude als Passivhaus bezeichnet werden darf, muss es einige Kriterien erfüllen. Der Jahresheizwärmebedarf darf im Jahr maximal 15 KWh pro Quadratmeter betragen. Der Primärenergiebedarf sollte den Grenzwert von 120 KWh je Quadratmeter nicht übersteigen. Schließlich darf die Heizlast nicht über 10 Watt je Quadratmeter liegen. Nur, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, hat der Hausbauer einen Anspruch auf das günstige KfW-Darlehen.

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