Parkett Versiegelung

Die Parkett Versiegelung bietet Schutz vor Schmutz und Beschädigungen durch äussere Einflüsse. Ausserdem wird selbst ein Jahrzehnte altes Parkett durch eine Versiegelung wieder ansehlich. Zu Beginn der Arbeit wird der Raum komplett ausgeräumt, so dass alle Flächen zugänglich und begehbar sind. Vor dem Versiegeln muss das Parkett mit einer Schleifmaschine abgeschliffen werden. Schleifmaschinen können in beinahe jedem Baumarkt oder Verleger ausgeliehen werden. Die Anschaffung von Staubmaske und Gehörschutz sollte selbstverständlich sein.
 
Als Grundregel sollte man sich merken, dass während der gesamten Arbeit am Parkett, Flüssigkeiten nichts im Raum zu suchen haben. Jeder Fleck, der durch Flüssigkeiten entstanden ist, wird für alle Zeiten auf dem Boden zu sehen sein.
Das Abschleifen erfolgt in mehreren Schritten, wobei zwischen den einzelnen Schleifgängen das Parkett gründlich von Staubpartikeln befreit werden sollte. Am besten verwendet man für diese Tätigkeit einen gut saugenden Staubsauger.

© Uli Carthäuser / PIXELIO
© Uli Carthäuser / PIXELIO
Vor dem letzten Schleifgang sollte man sich das Parkett genauer ansehen und überprüfen, ob Risse, Fugen oder Beschädigungen im Parkett zu sehen sind. Sollte es nötig sein, wird Parkett-Fugenlösung, das mit Schleifstaub des vorletzten Schleifganges vermischt wurde, mit einem Spachtel auf die auszubessernden Stellen aufgetragen. Nach der Trocknungszeit von etwa 45 Minuten muss die Fugenmasse abgeschliffen werden. Hierzu wird sehr feines Schleifpapier verwendet. Anschließend sollte auf keinen Fall das Staubsaugen vergessen werden.
 
Die Parkett Versiegelung erfolgt in drei Schichten, einer Grundierung sowie einer Zwischen- und Endlackierung. Die erste Schicht des Versiegelungslackes wird mit einer Rolle oder einem Flächenstreicher aufgetragen. Hierbei sollte man darauf achten, dass man von der Lichtquelle wegarbeitet. So können fehlerhafte Stellen sofort erkannt und nachbearbeitet werden. Beim Auftragen des Lackes muss darauf geachtet werden, dass keine direkte Sonneneinstrahlung auf das Parkett fällt, da sich sonst Blasen bilden können. Die erste Versiegelung sollte am Besten über Nacht trocknen. Während der Trocknungszeit sollte man es tunlichst vermeiden, den Parkett-Fußboden zu betreten. Dies würde man bitter bereuen, da jeder Fußabdruck oder Ähnliches nicht mehr zu entfernen wären.
 
Am nächsten Tag, nach dem Trocknen der Versiegelung, ist es ratsam, einen Zwischenschliff mit einer Tellerschleifmaschine durchzuführen. Die Oberfläche des Parkettes wird nur ganz leicht angeschliffen. Hierfür wird ein feines Schleifpapier mit 120 er Körnung verwendet. Anschließend bitte nicht das Absaugen des Schleifstaubes vergessen. Nun kann mit der zweiten Versiegelungsschicht begonnen werden, bei der ebenso vorgegangen wird wie bei der ersten Schicht. Nach etwa 12 Stunden ist die zweite Versiegelungsschicht begehbar, vollständig belastbar ist das Parkett allerdings erst nach rund 14 Tagen. Bis dahin sollte man den Boden auch nicht reinigen.
 
Sollte der Parkett-Fußboden größeren Belastungen ausgestzt sein, ist es ratsam, eine dritte Schicht Endlackierung aufzutragen. Wegen der hohen Entzündungsgefahr sollte der gefüllte Staubbehälter der Schleifmaschine niemals im Haus aufbewahrt werden.
 
Für die Parkett Versiegelung stehen unterschiedliche Materialen im Handel zur Verfügung.
 
Hier kommen beispielsweise, wie beschrieben, Lacke in Frage. Zusätzlich gibt es jedoch auch Öl-Kunstharzversiegelungen, Polyurethan-Versiegelungen, Wachse oder Säurehärtende Versiegelungen. Hier sollten immer die Anwendungshinweise des Herstellers beachtet werden. Wegen ihres geringen Anteils an Lösungsmitteln gelten Öl, Wachs und Wasserlacke als gute Alternative zur Lack-Versiegelung.

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