Badzimmer einrichten

Heute morgen um 6.30 Uhr klingelte der Wecker.

Puh – schon wieder mitten in der Nacht aufstehen. Danach gabs einen Tasse Kaffee – dann die Kinder in den Kindergarten und wir beiden ab nach Schweinfurt. Badfliesen einkaufen. Jetzt haben wir die paar Quadratmeter Fliesen im Auto liegen – und sind 300 € ärmer. Für diese Fliesen hatten wir uns schon vor ca. 2 Monaten entschieden. Weisse Fliesen, ganz sachte mit hellblau marmoriert. Über die Badewanne kommt ein 6-teiliges Bild: 3 Delphine die gerade springen. Für ins Gäste-WC haben wir die gleichen Fliesen gekauft – allerdings nur eine normale Fliese mit den Delphinen. Dazu weiss-grau marmorierte Bodenfliesen, fast etwas zu rauh fürs Bad, dafür sieht man auf den Fliesen nicht gleich jeden Spritzer.

Schon im Baumarkt klingelte Dirks Handy. Also im Eiltempo heim und Dirk auf die Autobahn. Eigentlich wollte er nach ca. einer Stunde wieder da sein – ist es allerdings bis jetzt noch nicht. (Mittlerweile haben wir fast 18 Uhr). Ich fuhr derweil zum nächsten Baumarkt, suchte mir eine Badewanne, zwei Toiletten und zwei Becken aus. Als Farbe hatten wir uns für Pergamon entschieden, wenn man es richtig besieht, sollte man die Farbe eher als cremeweiss bezeichnen – aber was solls.

Mit viel Glück kommt der Rest vom Bad schon in 3 Tagen. Das wir für unser „Traumbad“nicht mehr als 1000 € ausgeben, hatte ich eigentlich nicht gedacht. Aber besser ists, habe bis jetzt immer noch keine annehmbare, günstige Teppiche für die Kinderzimmer gefunden.

Um kurz nach 12 war ich wieder auf der Baustelle – Kinder holen, Mittagessen – Kinder wieder in den KiGa bringen… immer noch auf Dirk warten. Derweil schleifte ich die nächste Tür ab. Allerdings hatten unsere Vorbesitzer diese Türe wohl mehrmals gestrichen. Nach über 2 Stunden ist die Türe immer noch nicht fertig. Aber dafür meine Arme – übern Kopf heben ging gar nicht mehr. Also schleppte ich lieber „einige“Eimer Mauerabriss und Geröll nach unten. Um kurz nach 16 Uhr kehrte ich nochmals durch – morgen kommt ja der nette Herr, der unseren Kamin einbauen will.

Dann holte ich die Kidies wieder vom KiGa – und wir machten uns heim, allein mit den Beiden auf der Baustelle, das bringt ja doch nichts.

Kabel verlegen

Siesta – Ruhe – Verschnaufen.

Das waren heute die Worte des Tages.

Sonntag.

Heute haben wir (fast) nichts in der Wohnung getan.

Vormittags waren wir mal kurz dort – Dirk hat zwei Kabel verlegt, ich das Bad ausgemessen. Morgen wollen wir nach Schweinfurt fahren – Fliesen und Badewanne, ect. einkaufen.

Heute mittag lagen dann Dirk und ich auf der Couch uns schliefen. Fix und alle. Kurz nach drei tauchten dann Gabi und Lothar auf – wollten unser neues Haus begutachten.

Also fuhren wir nochmals rüber – Gabi war „leicht“geschockt. Schaut das Haus wirklich so schlimm aus? Ich finde nicht. Aber Gabi war es zuviel Chaos. Ok, das Nebengebäude ist mit alter Kleidung, Sperrholzplatten und so weiter voll gestopft. Aber das Haupthaus schaut eigentlich recht gut aus. Naja, der Garten und die Terasse gefielen dann wohl doch.

Gabi riet mir, das Haus meiner Mutter wohl so nicht zu zeigen – die würde total abdrehen, wenn sie das Chaos und die Arbeit sehen würde.

Danach gingen wir mit unseren beiden Hunden spazieren – der erste herrliche Sonnentag dieses Jahres.

Es war einfach gigantisch. Die Kidies konnten einmal kurz auf den Spielplatz und die Hunde tollten über die Wiesen. Lucy ging unfreiwillig baden.

Es war heute ein traumhafter Tag, an dem wir einmal normale Familie „spielten“- allerdings wird das wohl noch 4 – 6 Wochen dauern, bis sich bei uns wieder Normalität einstellt.

Diese Woche hat Dirk nocheinmal Urlaub – auf das es vorwärts geht.

Mauern abreissen

Heute sind wir etwas später aufgestanden – ist ja immerhin Samstag. Um neun Uhr saßen wir noch am Frühstückstisch, mit recht frischen Kindern. Die haben den Schlaf unbedingt gebraucht. Ich unter anderem auch ;-)). Gegen halb zehn fuhr Dirk in die Wohnung. Die Kinder und ich einkaufen. Erst das nötigste an Essen und Trinken. Danach habe ich nach einen Teppich für die Kinderzimmer gesucht.

Fündig wurde ich schnell – allerdings zu was für einem Preis. Pfffff…. über 30 € pro Quatratmeter wollte ich echt nicht ausgeben. Aber er ist sooooo schön – und ausserdem mit Teflon beschichtet, dass soll die Flecken am allzuschnellen eindringen hindern. Aber trotzdem, dieser Preis? Naja, ersteinmal ein paar Nächte darüber schlafen.

Als wir drei am Haus ankamen, waren Dirk und Michael (unser Mieter) schon am Ausladen der Panellen fürs Wohnzimmer. Mensch, sind die schön. Ersteinmal haben wir die Panellen im Erdgeschoss im Nebenhaus zwischengelagert. Die Wohnzimmerdecke wird wohl noch „etwas“warten müssen – die Holzdecke hatten wir ja nur gekauft, weil es genau die Farbe war, die ich mir in den Kopf gesetzt hatte – und das zu 30 % reduziert.

Jetzt endlich – mittlerweile hatten wir schon 11 Uhr – ging es rauf in die Wohnung. Dirk versuchte seinen Pressdruckhammer zum Laufen zu bringen. Das versuchte er fast eine Stunde lang – dauernd haute es die Sicherung raus. Das Ding schluckt einfach zuviel Strom. Nach einer Stunde lief das Ding aber dann auch. Mit Hilfe des Hammers schlug Dirk die zweite Mauer durch. Der Anblick war echt super. Endlich sahen wir, was wir uns so lange ausgemalt hatten: unsere drei Zimmer: Das das Esszimmer und das grosse Wohnzimmer geben sollte, in einem.

Weil er den Hammer gerade da hatte (haben wir uns ja nur geliehen) hat Dirk dann auch gleich noch die Türe zwischen unserem Wohnzimmer und dem späteren Schlafzimmer rausgehauen. Die Mauer ist „nur“10 cm dicker als die andere – und dementsprechend fertig war Dirk danach auch.

Ich habe derweil das Schlafzimmer weiter abtapeziert – die Türrahmen von der Farbe befreit. Die sollen ja bald in neuem Glanz erstrahlen. Das alte, grässliche grau soll wieder der Holzmaserung weichen. Diese wollen wir dann nur mit Lasur einlassen. Aber bis das was wird, ist wohl Weihnachten. Naja, einen Türrahmen habe ich schon abgeschliffen. Allerdings fehlen die ganzen Feinarbeiten noch, da ich nur den grossen Rutscher da hatte.

Die Kinder fanden den Abenteuerspielplatz Baustelle cool. Dauernd liefen sie die Abbruchberge hoch und runter. Saßen im Eßzimmer (wie beim Fernsehen) in den Stühlen mit Essen und Trinken und schauten Dirk zu, wie er sich an der Mauer zu schaffen machte.

Zu allerletzt wischte ich noch schnell einmal durch den Treppenaufgang, da ja Michael und sein Bruder über uns wohnen und da ja halbwegs sauber oben ankommen sollen.

Dann ging es heim – heute gönnten wir uns Pizzen vom Pizzabäcker nebenan.

Ab in den Baumarkt

Heute war echt Chaos angesagt.

Heute morgen um 6.45 quälten wir uns aus den Bett. Dirk und ich haben mittlerweile beide wunderschönen Muskelkater. Um 7.30 Uhr waren die beiden Jungs im Kindergarten. Versorgt bis 13 Uhr. Ohje, heute würden sie das Getümmel den ganzen Nachmittag mitbekommen.

Kurz vor 8 Uhr standen wir vorm Baumarkt – heute wollten wir die ersten Deckenpaneelen abholen. Die fürs Wohnzimmer lagen bereits in der Abteilung …. dazu hatten wir uns den Kleintransporter des Baumarktes geliehen. An der Information fragt die Dame nach Dirks Führerschein und seinen Ausweis. Dirk zog den Geldbeutel raus – gab ihr den Führerschein und suchte nach dem Perso. Nichts – nadda – niente …. kein Personalausweis weit und breit. Ohne Personalausweis aber auch kein Kleintransporter. So – nun standen wir vor der Information, mittlerweile vor dem Filialleiter. Der erkärte uns bedauernd, das dies leider die Vorschriften seien und er da nix für uns machen konnte. Ok, nächsten Termin für 13 Uhr ausgemacht … meine Ausweispapiere mussten ja daheim liegen.

Schnell nochmal durch den Baumarkt und das Nötigste eingekauft.

Daheim angekommen, suchte ich meine Papiere – und fand …. nur meinen Personalausweis. Das konnte doch nicht wahr sein. Ok, bei uns herrschte mittlerweile tolles Umzugschaos … aber die Papiere mussten doch irgendwo sein. Nach nochmaliger Suche gaben wir auf – ich rief im Baumarkt an und sagte den Termin – mangels Papiere – ab. Der nette Mann am anderen Ende biss wohl gerade in die Tischkante, überlegt kurz und bot uns an, die Paneelen morgen zu liefern. Wau! Das Angebot nahm ich gerne an.

Wo unsere Papiere sind, wissen wir zwar immer noch nicht – aber die Paneelen kommen morgen, immerhin ein Erfolg.

Jetzt endlich – um kurz vor 10 Uhr konnten wir zu unserer Baustelle starten. Mit Spielzeug und Decke für die Kleinen und Arbeitsutensilien für uns bewaffnet fuhren wir.

Dort sah ich das Chaos, das Dirk gestern abend innerhalb von nur 2 Stunden angerichtet hatte. Männer sind darin doch unschlagbar – oder? Allerdings hatte er in den 2 Stunden auch geschufftet, wie ein Irrer. Auch darin ist Dirk unschlagbar.

Heute habe ich dann Marcels Zimmer fertig abtapeziert – den Flur zu 90 % und unser Schlafzimmer wohl gut die Hälfte. (im Flur musste ich dann aufhören, da Dirk mir die Leiter unterm A…. weggeklaut hat) Nebenbei räumte ich Dirks Chaos von gestern auf, fuhr nochmals in den Baumarkt (wäre ja ein Wunder gewesen, wenn wir beim ersten Mal alles gekauft hätten) – musste noch eine „kurze“Besprechung im Kindergarten über mich ergehen lassen. (menno, wenn ich deren Problem hätte) und versuchte halbwegs Ordnung in dem Chaos zu schaffen.

Dirk hat wieder Schlitze geklopft (um einen Lichterschalter zu legen) – und er hat unsere erste Wand herausgeklopft. Die Wand zwischen unserem späteren Esszimmer und Wohnzimmer ist jetzt auf halber Höhe weg. Einen Durchgang in der Mitte hat er auch gleich herausgeklopft. Allerdings liegt jetzt der ganze Schutt noch im Raum. Denn Dirks Arm hat ihn danach ersteinmal verlassen. Keine Kraft mehr. Fix und alle saß er in unsere Küche und lechzte nach einer Zigarette. Die ich ihm dann auch holte (er sah wirklich fertig aus).

Um 17 Uhr fuhr ich dann mit den Jungs heim. Erstens war ich fix und alle (wollte eigentlich schon um drei Uhr aufgeben) und zweitens merkte ich es auch meinen beiden Schätzchen an. Auch „nur“auf der Baustelle spielen ist wohl anstrengend.

Nachdem Abendessen durften die Beiden dann noch etwas fernsehen, den hatten sie ja die letzten Tage gar nicht gesehen. Um 19 Uhr fielen sie wie Tode ins Bett.

Dirk ist wohl immer noch drüben – oder vielleicht ist er auch schon auf der Autobahn, arbeiten … Freitagabend wäre das nichts ungewöhnliches. Armer Kerl. Morgen früh müssen wir ja wieder raus – auf ein Neues, heisst es dann.

Abtapezieren

Der zweite Tag – das Chaos nimmt seinen Lauf.

Heute morgen kam wir erst gegen 9.30 Uhr in unserem Haus an. Dirk musste nochmals „kurz“auf die Arbeit – und ich hatte einen Termin auf der Bank. Wir gingen eigentlich nur in unsere neue Wohnung – um die Kinderzimmer auszumessen.

Kinder beim Abtapezieren
Kinder beim Abtapezieren
Heute früh hatten unsere Kinder endlich die Kinderzimmer aufgeteilt. Marcel würde das Zimmer geradeaus bekommen – Kai das rechts daneben.

Jetzt suchten wir nach Teppichböden für die beiden Zimmer – und nach einer Holzdecke für Kais Zimmer. Da an der Decke wohl keine Farbe oder sonst was wohl hält, haben wir uns auch für Kais Zimmer für eine Holzdecke entschieden – in einem superhellen Braunton. In Marcels Zimmer haben wir Gott sei Dank diese Problem nicht, da sind noch Platten an der Decke.
Nachdem wir endlich 150 € ausgegeben hatten, ging es in die Wohnung.Mittlerweile war es schon 11 Uhr. Dirk hatte gestern abend super Arbeit geleistet: Marcels Zimmer war zu 2/3 abtapeziert. Allerdings sonst nichts – sprich: die ganzen Tapeten lagen noch kreuz und quer auf dem Boden.Ich machte mich ans Aufräumen – Dirk stemmte Schlitze für Stromkabel in die Wand.
Endlich hatte ich Marcels Zimmer auf Vordermann…. konnte ich in Kais Zimmer weiter machen.Das war ein Staub … den Dirk da fabrizierte.

Sechs Säcke alte Tapeten schleppte ich die Treppen hinunter in den Keller – dort werden sie wohl den Flammen unseres Holzofens zum Opfer fallen.

Gegen Mittag holte ich die Kidies vom Kindergarten – nun durften sie helfen, weiter abtapezieren und selbstverständlich etwas essen und trinken. Dafür hatten die Beiden aber keine Zeit – viel zu abgekratzt wollten sie helfen. Als dann auch noch ihre Oma auftauchte, war das Chaos perfekt: jeder wollte der Oma doch als erster irgendetwas erzählen….

Nach 2 Stunden brachte ich die beiden Helfer lieber wieder in den Kindergarten – soviel Hilfe verträgt keiner auf Dauer. Den Nachmittag verbrachte ich mit abtapezieren in Marcels Zimmer (und bin immer noch nicht fertig) – Dirk schmierte die soeben geklopften Schlitze wieder zu. Natürlich hatte er vorher die Stromkabel darin verlegt.

Als ich die Kidies um halb fünf wieder holte, war ich schon fertig mit der Welt. Dafür waren meine beiden Helfer wieder überall. Hier ein wenig Tapete abzupfen – dort Papa beim zuschmieren der Schlitze helfen. Schnell einmal in den Hof saussen – und wieder hoch.

Sie waren nicht zu bremsen.

Daheim fielen sie mir fast um – fix und fertig. Helfen muss ganz schön anstengend sein.

Nach einem kleinen Abendessen fielen beide förmlich ins Bett.

Dirk ist wieder drüben – mir wieder genug Schmutz zum Aufräumen für morgen machen. Nein, ich bin ja froh … er hat gestern abend echt noch ganz schön was geleistet.

Hausumbau – wo fängt man an?

Endlich!

Nach über 10 Wochen Wartezeit sollte heute der Tag der Tage sein.

Endlich würden wir den Schlüssel zu unserem Haus erhalten.

Kurz vor Silvester 2005 unterschrieben wir den Kaufvertrag. Unser „Häuschen“hat ca. 250 qm Wohnfläche – und ca. 1000 qm Grund. Ein Nebengebäude und eine Scheune – beides noch halbwegs gut erhalten. Aber auch überall kreuz und quer Müll und noch mehr Müll. Alter Kleider, Bretter, Reifen, Waschebecken, Lattenroste, ect. Lagen da noch herum.

Der ehemalige Besitzer – ein wirklich netter Mensch – konnte leider die Raten nicht mehr bezahlen. Auch er wurde ein Opfer des Arbeitsmarktes. Wenn man auch noch so gut plant und überdenkt, wenn man arbeitslos wird – und über Monate nichts neues findet, da wird es wohl einfach knapp.

So kamen wir zu unserem Haus – die Notlage eines anderen war uns Glück. Der Herr von der Bank meinte, wir sollten das nicht so sehen – hätten wir es nicht gekauft, wäre es wohl richtig böse ausgegangen. Also, brauchten wir uns keine Vorwürfe zu machen.

Trotzdem hatte und habe ich noch ein (kleines) schlechtes Gewissen. Darum – und wohl auch, weil er wirklich einen sehr netten Eindruck macht – haben wir ihm die Wohnung in unserem Haus angeboten.

Diese hat er dann auch – nach einigem Zögern – angenommen.

Also zieht er jetzt nur einen Stock nach oben – vom Hausbesitzer zum Mieter … eine Treppe hoch.

Die letzen Wochen waren wir häufig im und am neuen Haus – immer wieder in der Hoffnung, doch ein paar Tage eher anfangen zu können. Immerhin müßen und wollen wir noch einiges renovieren, bevor wir endlich einziehen können.

Neben den normalen Schönheitsreparaturen, wie tapezieren und streichen, werden wir noch:

  • Bad komplett renovieren
  • Gäste Wc erneuern
  • die Wohnungstüre ca. 2 Meter nach vorne versetzen
  • zwei Zimmertüren zu mauern –  
  • –  dafür eine andere durchbrechen
  • eine Mauer halbhoch abreissen
  • eine Mauer ganz –  herrausreissen
  • die Fenster neu streichen
  • Küche, Flur und Wohnzimmer fliesen
  • davor natürlich ersteinmal die alten Fliesen entfernen

Also noch viel Arbeit.

Ok, nachdem wir die letzen Tage desöfteren versucht haben, den (Noch-)Besitzer des Hauses zu erreichen, fuhren wir heute früh auf gut Glück umd 8.45 Uhr am Haus vorbei.

Leider öffnete keiner … das konnte doch nicht wahr sein, im Hof standen noch unmengen von Sperrmüll. Unverrichteter Dinge fuhren wir in die Bank. Auch der Herr von der Bank versuchte vergebens unseren Verkäufer zu erreichen.

Nach ca. einer Stunde fuhren wir also nochmals am Haus vorbei – was war das? Da stand doch noch einiges mehr im Hof … also, musste ja jemand da sein.

Endlich! Jetzt öffnete er auf unser Klingeln.

Er hatte wohl gestern noch Nachtschicht – und hatte unsere Klingeln so überhört.

Als wir durch die Räume gingen, wurde mir ersteinmal ganz flau: kein Raum war leer! Nichts war wirklich geräumt. Er versprach uns, die Wohnung heute noch leer zu räumen – den Keller und die Scheune in den nächsten Wochen. Widerwillig willigten wir ein – was sollten wir tun? Entweder wir würden das Haus so übernehmen – oder warten…. und wir wollten heute rein.

Ok, ab in die Bank. Geld überweisen … soviel Geld hätte ich gerne einmal für längere Zeit auf meinem Konto. Dann noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen – und unsere zwei Söhne vom Kindergarten abholen. Zwischenzeitlich hatten wir ja schon nach 12 Uhr.

Mit den beiden Kleinen fuhren wir in unser altes Haus – Mittagsessen und ihnen erzählen, dass wir endlich ins Haus können. Die Freude war gross. Auch sie wollen schon lange helfen. Natürlich fuhren wir ersteinmal am Haus vorbei, bevor wir sie wieder im Kindergarten ablieferten.

Dann ging es mit Eifer zur Arbeit – in 2 Stunden hatten wir das erste Zimmer abtapeziert.

Leider das einzige mit normaler Tapete – in den anderen Räumen ist Rauhfaser-Tapete … und die geht wirklich sehr schlecht runter.

So verliesen wir heute unser neues Haus.

Dirk, mein Mann, ist nach dem Abendessen wieder rübergefahren – endlich kann er arbeiten. Ich sitze nun hier auf unserer Couch und muss bis morgen warten.

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Hausumbau – die Planung

Ersteinmal wollten wir aus 2 Zimmern einen grossen Raum machen, dazu noch die angrenzende Mauer halbhoch einreissen, um in diesen Raum das Eßzimmer mit Blick aufs Wohnzimmer zu machen.

Ausserdem gehörte noch die Wohnungstüre versetzt und das Gäste-WC und das Bad renoviert.

Zwei Türen gehörten zugemauert – und eine neue durchgebrochen.

Unmengen von Stromleitungen verlegt.

Dazu meinen absoluten Traum: unser Kamin.

Naja, wie gesagt …. nur ein wenig umbauen – dafür hatten wir uns 6 Wochen gegeben … Dirk musste allerdings zwischendurch auch noch arbeiten…. und Freunde und Bekannte, die waren gleich weg, als es an die Arbeit ging.

Der Traum vom eigenen Haus

Dirk und ich sind jetzt schon seit 1987 zusammen.

2003 – da waren unsere Kinder schon 2 und 4 Jahre alt – haben wir uns dann endlich dazu durchgerungen, zu heiraten.

Der Traum vom eigenen Heim war eigentlich schon von Anfang an da – nur irgendwie hatten wir kaum Zeit und Geld, diesen zu verwirklichen.

All unsere Vorhaben, das nötige Kleingeld zusammenzubekommen, wurden untergraben. Erst wurde ich arbeitslos – endlich wieder Arbeit gefunden, verlor Dirk seinen Arbeitsplatz.

Diesen Zustand nutzte er dann, um seinen Meister nachzumachen. Ok, der Meister war eine gute Entscheidung – leider auch eine, die unser mühsam zusammengespartes Guthaben zusammenschrumpfen lies.

Am Ende hat uns Dirks Meisterbrief ca. 20.000 DM gekostet – von der Zeit, wo wir nur von meinem Gehalt leben mussten, ganz zu schweigen.
Kaum hatte Dirk wieder einen Arbeitsplatz – und ich auch – wurde ich schwanger. Ok, nicht ganz geplant … aber immerhin war ich da schon 30 Jahre alt – und ich wollte ja nicht erst als Oma Mama werden.
Aber unseren Traum hat es wieder nach hinten verschoben. Dabei wollten wir uns doch schon immer ein Haus kaufen.

Kaum war Marcel ein Jahr alt – kündigte sich Kai an.
Auch das nicht ganz geplant – aber ein zweites Kind sollte ja sowieso noch kommen. Also dann halt so knapp hintereinander.

Da Dirk „zuviel“ verdient hat – bekam ich nach einem Jahr kein Erziehungsgeld mehr. Doch das viele Geld, dass Dirk verdiente, reichte nicht einmal, um uns über Wasser zu halten.

Also nahm ich jeden Nebenjob an, den ich mit zwei kleinen Kindern bekommen konnte.

Erst als Kai endlich – mit 2 1/2 Jahren – in den Kindergarten ging, konnte ich wieder ans Arbeiten denken … von da an gings bergauf.

Aber der Traum vom Haus war eigentlich kein Thema mehr.