Modernisierung

Tipps zur Modernisierung

Das Eigenheim zu modernisieren hat viele Vorteile. Neben einem besseren Lebensgefühl ist es vor allem die Kostenersparnis bei der Energieversorgung, die viele Hausbesitzer zum Anlass nehmen, die Immobilie zu sanieren. Wer wissen möchte, wie groß das Einsparpotential bei den Heizkosten ist, kann sich an folgender Rechnung orientieren: Ein gut sanierter Altbau benötigt über das Jahr gesehen pro Quadratmeter nicht mehr als sieben Liter Heizöl. Die Quadratmeterzahl des Hauses wird mit sieben multipliziert. Nun wird in der Heizkostenabrechnung nachgesehen, wie viel Öl tatsächlich verbraucht wird. Beide Zahlen werden mit den Kosten multipliziert und aus der Differenz ergibt sich die mögliche Ersparnis. Bei einer sinnvollen Kombination von Energiebedarfreduzierung und dem Umstieg auf erneuerbare Energien wird nicht nur die Umwelt geschützt, sondern die Heizkosten lassen sich bis zu 90 % senken.

Nebenkosten sinken

Da die Nebenkosten durch eine Sanierung erheblich sinken können, sind Kredite durchaus ein geeignetes Mittel, um die Modernisierung zu finanzieren. Es werden inzwischen sogar Sofortkredite angeboten, die speziell für derlei Bauvorhaben vorgesehen sind. Zusätzlich können Hausbesitzer auf staatliche Fördermittel hoffen. So bezuschussen die BAFA und die KfW-Förderbank die Haussanierung unter bestimmten Konditionen und Interessenten einer Solaranlage sollten sich mit dem EEG beschäftigen. Auch in den Haushalten der Bundesländer sind Fördermittel für Modernisierungen vorgesehen.

Natürlich amortisieren sich nicht alle Sanierungsmaßnahmen gleich schnell. Wer nur wenig Geld zur Verfügung hat, kann sich auf die effizientesten Arbeiten beschränken. Hierzu gehören in den meisten Fällen die Erneuerung der Heizung und das Auswechseln der Fenster. Allerdings sollte gerade bei baulichen Maßnahmen darauf geachtet werden, dass sie zum Rest der Immobilie passen. Es kann beispielsweise geschehen, dass neue Fenster bei unzureichender Dämmung Schimmelbildung verursachen. Deswegen sollte immer ein Fachmann zurate gezogen werden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst sogar die neutrale Vor-Ort-Beratung durch Energiesparberater. Die BAFA stellt ebenfalls eine Liste mit allen zugelassenen Beratern zur Verfügung.

Was darf man?

Es ist auch wichtig, zu wissen, ob die geplanten Umbauten erlaubt sind. So müssen die Bauvorschriften in jedem Fall beachtet werden. Auch der Denkmalschutz oder Bestimmungen der jeweiligen Gemeinde hinsichtlich der Außenfassaden können zu Problemen führen. Die Absprache mit einem Denkmalpfleger ist bei denkmalgeschützten Immobilien Pflicht. Nur so kann festgestellt werden, wie ein sinnvoller Kompromiss zwischen Denkmalpflege und Energieeinsparung aussehen kann. Gerade bei Altbauten ist es häufig nicht leicht, die Baumaßnahmen günstig durchzuführen. Deswegen sollte viel Wert darauf gelegt werden, dass die beauftragten Handwerker kompetent und zuverlässig sind. Gerade bei umfangreichen oder schwer durchzuführenden Modernisierungen kann es sich lohnen, einen Architekten mit der Arbeit zu beauftragen. Vor einem Vertragsabschluss sollten Kostenvoranschläge vorhanden sein.

Die Maßnahmen, die durchgeführt werden können, um ein Haus zu sanieren, sind zahllos. Gerade über die Gebäudehülle geht bei alten Häusern sehr viel Wärme verloren, sodass eine umfassende Sanierung auf Dauer einiges an Geld sparen kann. Eine gute Dämmung ermöglicht es, die Heizkosten um bis zu 80 % zu senken. Außerdem bleibt das Haus nicht nur im Winter warm, sondern hält im Sommer auch die Hitze draußen, sodass auch die Lebensqualität steigt. Gleiches gilt für modernisierte Fenster und Türen. Da früher hauptsächlich Fenster mit Einfachverglasung genutzt wurden, sind sie gerade bei einer ansonsten guten Dämmung ein Ärgernis, da unnötig viel Wärme über sie entweichen kann. Moderne Fenster mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung weisen einen U-Wert von nur noch 0,5 bis 0,7 W/m²K. Allerdings sollten sich die Fenster immer an der Dämmung orientieren, damit keine Wärmebrücken entstehen können, die zur Schimmelbildung führen. Es empfiehlt sich ohnehin, das Haus immer als Einheit zu sehen. Am effektivsten sind Umbaumaßnahmen, wenn sie sich nicht auf einzelne Schwachpunkte beschränken. Das ist zwar immerhin ein Anfang, mit einer ganzheitlichen Betrachtung lässt sich die Energieeffizienz des Hauses jedoch wesentlich besser steigern. Auch das Dach sollte dabei nicht vergessen werden, da auch hier ein Großteil der Wärme entweichen kann.

Die Gebäudetechnik kann meistens günstiger modernisiert werden, als Hausbesitzer erwarten. Auch hier sollten nicht nur Schwachstellen wie ein alter Heizkessel ausgetauscht werden. Wenn die Heizung älter als zwanzig Jahre ist, lohnt sich ein Neukauf in jedem Fall. Dies kann auch dafür genutzt werden, die Energiequelle zu wechseln. Es gibt zahlreiche Alternativen zu fossilen Energien. Ob der Standpunkt des Hauses für eine Wärmepumpe oder Solaranlagen geeignet ist, kann ein Berater beurteilen. Falls nicht, kann es trotzdem sinnvoll sein, auf kostengünstigere und klimaneutrale Heizmittel wie Holzpellets umzusteigen. Auch die Regelung der Wärmeverteilung sollte überprüft und gegebenenfalls verbessert werden.

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