Massivhaus

Das Massivhaus besteht, wie der Name bereits nahe legt, aus massiven Komponenten für den Hausbau. Darin unterscheidet es sich zum Beispiel vom deutlich leichteren Holzhaus. Anders als beim Fertigteilhaus üblich, werden keine Holz- oder Gipsbauplatten verwendet. Die Außenwände des Massivhauses bestehen aus Stein, so wie hierzulande traditionell über Jahrhunderte gebaut wurde. Dies hat für die Bauherrn, die sich zum Bau eines Massivhauses entscheiden, mehrere Vorteile.

 

Durch die Verwendung des Naturstoffes Stein kommt das Massivhaus ohne zusätzliche Wärmedämmung der Außenwände aus. Dadurch entsteht ein rundum fester, massiver Eindruck, auch die Außenwände fühlen sich robust an, da dort keine Dämmplatten befestigt werden müssen. Darüber hinaus ist der Rohbau eines Massivhauses langlebiger als der eines Fertighauses. Dies erhöht zum einen den Wohnkomfort über viele Jahre. Zum anderen ist dieser Aspekt aber auch für Hausbesitzer enorm wichtig, die ihr Einfamilienhaus nach einer bestimmten Zeit wieder verkaufen möchten. Im Gegensatz zum Holzhaus ist der Wiederverkaufswert des aus Stein gebauten Massivhauses wesentlich höher.

 

(c) hlhering / Pixelio
(c) hlhering / Pixelio

Auch klimatisch ist das Massivhaus für seine Bewohner von Vorteil. Die Wärme der Innenräume wird im Winter vom Mauerwerk absorbiert und anschließend langsam wieder in den Raum abgegeben. So herrscht eine konstantere Temperatur in den Wohnräumen. Ähnliches geschieht mit der Hitze des Sommers. Auch sie wird vom Mauerwerk absorbiert und nachts wieder nach außen abgegeben, ohne dass sich das Innere des Hauses zu sehr aufheizen kann. So lässt sich im Winter Heizenergie und im Sommer Energie, die zur Kühlung des Wohnhauses gebraucht würde, sparen. Hochgerechnet auf die lange Nutzungsdauer des Massivhauses wird so der höhere Preis beim Hausbau mehr als wettgemacht.

 

Heutzutage werden die Wände des Massivhauses zwar immer noch massiv, das heißt in Stein ausgeführt, diese Bauweise hat sich jedoch immer mehr modernisiert und technisch erneuert. Anders als noch vor Jahrhunderten beim Fachwerkhaus, bei dem hauptsächlich Lehm in einem Holzgerüst zum Einsatz kam, setzt man beim Bau eines Steinhauses heute vornehmlich auf so genannten Porenbeton. Dieser Baustoff besteht aus Sand, Kalk und Wasser und überzeugt durch hohe Wärmedämmung, aber auch durch seine Langlebigkeit und seinen . Auch hat er eine höhere Tragfähigkeit, wodurch höhere Geschosszahlen möglich sind und vor allem ein deutlich höherer Brandschutz besteht.

 

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