Laminat

Laminate sind die Allrounder unter den Bauwerkstoffen. Am weitesten verbreitet ist die Verwendung von Laminat als Bodenbelag. Doch auch im Sportbootbau, als Küchenarbeitsplatte, im Möbelbau und sogar für die Herstellung von tragenden Elementen findet Laminat Verwendung.

Laminat ist ein mehrlagiger, unter Druck verklebter Kunststoff. Eine Materialstärke von 1 Millimeter bis zu 20 Zentimetern Dicke kann problemlos erreicht werden. Verwendung finden diese sehr dicken Laminate unter anderem bei der Erstellung von Trennwänden.

Laminat wird beim Hausbau hauptsächlich als Bodenbelag eingesetzt. Hier hat es den früher sehr häufig verlegten Teppichboden fast verdrängt.

Bei der Verlegung als Bodenbelag gibt es einige Punkte zu beachten.

Es gibt Laminat in unterschiedlichen Güteklassen. Beginnen wir mit der Materialstärke. Grundsätzlich ist zu sagen, je dicker das Material ist, umso besser. Im Handel ist Laminat ab einer Materialstärke von 6 Millimetern zu bekommen. Dies ist die preisgünstigste Variante. Allerdings gilt es zu bedenken, dass der Belag weniger belastbar ist. Werden zum Beispiel schwere Möbelstücke auf ihm abgestellt, kann dies zu Schäden führen. Für den normalen Gebrauch in Wohnungen empfiehlt sich eine Materialdicke von 7 Millimetern.

Laminat ist in verschiedene Nutzungsklassen unterteilt. Diese geben Auskunft über die Widerstandsfähigkeit der Oberfläche. Die Nutzungsklasse (NK) 21-23 ist für den privaten Gebrauch ausreichend. An Orten mit hoher Besucherfrequenz empfiehlt sich die Anwendung von NK 31-33. Wobei zu beachten ist, dass NK 23 deckungsgleich mit NK 31 ist.

Bei der Gestaltung des Oberflächendesigns sind faktisch keine Grenzen gesetzt. Von einer glatten, weniger pflegeintensiven Oberfläche, bis zum sehr echt wirkenden Parkettimitat ist alles möglich.

Da Laminat nur sehr begrenzt trittschalldämmend ist, empfiehlt es sich, vor dem Verlegen für ausreichende Dämmung zu sorgen.

Von einer Verlegung auf Teppichböden ist abzuraten. Die Trittschalldämmung ist zwar überragend, doch kann diese Verlegeart zu Problemen mit der Herstellergewährleistung führen. Der hygienische Aspekt ist ebenfalls zu bedenken.

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