Kork

Im Baubereich wird Kork als Dämmstoff, als Bodenplatte und als Wandbekleidung verwendet.

 Das Rohmaterial wird überwiegend von der Korkeiche in Portugal gewonnen, die Rinde des Baums kann in Abständen von etwa zehn Jahren geerntet und weiterverarbeitet werden.

Korkdämmplatten werden aus Korkresten hergestellt, die als Schalldämmplatten im Handel angeboten werden. Kork steht nur in begrenztem Maß zur Verfügung, da die Rinde einige Jahre benötigt, um nachwachsen zu können.
Als Wärmedämmung sind Korkplatten jedoch nur dann geeignet, wenn die Dämmschicht zwischen 25 und 35 Zentimetern dick ist.

© magicpens schwiegermutter - pixelio.de
© magicpens schwiegermutter - pixelio.de

Als Fußbodenbelag wird Kork gerne gewählt, da er überall eingesetzt werden kann, sogar in der Küche oder im Badezimmer. Da er in vielen verschiedenen Farben im Handel zu erwerben ist, findet man sicherlich auch den richtigen Belag für die Wohnung. Da der Bodenbelag weich ist, kommt es automatisch zu einer Trittschalldämmung. Im Gegensatz zu Fliesen ist Kork sehr warm, so dass zu jeder Jahreszeit barfuss gelaufen werden kann. Die Eigenschaften des Materials sind als Bodenbelag einfach optimal, hinzu kommt, dass sich Kork ganz einfach verlegen lässt. Korkbeläge sind ebenfalls als Korkfertigparkett zu erwerben.Das Korkparkett besteht aus Platten, die mit dem „Klick-System“ verlegt werden können, genau wie das Fertig-Parkett. Sehr wichtig ist, dass der Belag nach dem Verlegen versiegelt wird, da er sonst zu schnell beschädigt wird und auch schlecht zu reinigen wäre. Nach einer gewissen Zeit ist es möglich, dass der Belag nochmals neu versiegelt werden muss, besonders dann, wenn er stark beansprucht wurde. In öffentlichen Gebäuden wird häufig Korkbelag verlegt, der mit PVC beschichtet wurde.

Diese Beläge sind auf der einen Seite zwar sehr beständig, auf der anderen Seite muss man jedoch sagen, dass die Böden nach einer Zeit unansehlich werden. Da sie nicht versiegelt werden können, müssen sie komplett ausgewechselt werden. Je nach Qualität, sind Korkbeläge für einen Preis zwischen acht und zwanzig Euro pro Quadratmeter im Handel zu erwerben.

Verlegen von Korkplatten ohne „Klick-System“
Vor dem Verlegen ist es wichtig, dass sich die Korkplatten akklimatisieren können. Deshalb sollte einige Tage vor dem Verlegen die Verpackung geöffnet werden. Da die Platten manchmal eine unterschiedliche Färbung haben, sollten die Platten der verschiedenen Packung untereinander vermischt werden. So kann eine ausgeglichene Färbung erzielt werden. Der Untergrund, auf dem der Kork verlegt werden soll, muss sauber, unbeschädigt und fettfrei sein.

Die Platten sollten auf Stoß und fest auf dem Grund verlegt werden. Zum Verkleben eignet sich ein lösemittelfreier Korkkleber. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Kleber für das Verlegen von Fußbodenbelägen geeignet ist, da der Kleber für Wandbeläge weniger belastbar ist. Da die Gefahr besteht, dass die Platten sich in den Ecken ablösen, wenn sie mit Kreuzfugen verlegt werden, sollten sie versetzt verlegt werden.

Wenn der Boden komplett verklebt wurde, darf der Raum für mindestens 36 Stunden nicht mehr betreten werden. Kleine Unebenheiten des Belages können nach der Trocknungszeit mit einem Schwingschleifer oder 180er Schleifpapier und einem Schleifklotz bearbeitet werden. Der Schleifstaub wird anschließend abgesaugt. Um den Belag nach dem Verlegen vor Schmutz und mechanischen Einwirkungen zu schützen, wird er mit Hartwachsöl imprägniert. Der erste Anstrich wird mit einem breiten Ziehspachtel aufgetragen und gleichmäßig auf die gesamte Fläche verteilt. Für eine sehr große Fläche lohnt es sich, im Baumarkt eine professionelle Poliermaschine auszuleihen. Nach dem Anstrich muss die Imprägnierung für mindestens 24 Stunden trocknen, während dieser Zeit sollte der Raum ausreichend gelüftet werden.

Der zweite Anstrich mit dem Hartwachsöl wird mit einer Schaumstoffrolle aufgetragen. Die erste Schicht ist mittlerweile komplett vom Belag aufgenommen worden, der zweite bleibt nun an der Oberfläche stehen. Das Öl sollte nur sehr dünn aufgetragen werden, überschüssiges Öl wird sofort mit einem fusselfreien Tuch abgewischt. Der zweite Anstrich muss ebenfalls mindestens 24 Stunden trocknen. Wer einen glänzenden Bodenbelag wünscht, hat die Möglichkeit, den Belag nach der Trocknungszeit mit einem Bohnerbesen zu polieren.

Ölen und Wachsen
Um Korkfußböden vor mechanischen Einwirkungen zu schützen, können sie auch geölt und gewachst werden. Durch das Öl wird das Kork imprägniert. Durch die anschließende Wachsbehandlung wird eine bessere Belastbarkeit erzielt. In ein bis drei Gängen wird das Öl satt aufgetragen, das überstehende Öl wird mit einem Flächenstreicher abgezogen. Nach einer 24-stündigen Trocknungszeit kann das Wachs aufgetragen werden.

Hier kann Kalt- oder Heißwachs zur Anwendung kommen. Das Kaltwachs wird nur sehr dünn per Hand aufgetragen. Für das Auftragen von Heißwachs kann im Bauhandel eine spezielle Maschine ausgeliehen werden. Der Nachteil von Heißwachs ist, dass er einen starken Geruch aufweist und viele Menschen auf die Inhaltsstoffe allergisch reagieren. Nach dem Auftragen muss das Wachs bis zu 48 Stunden austrocknen und kann hinterher mit einem Bohnerbesen poliert werden.

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