Kaminofen – Wärme für Leib und Seele

Der Winter steht vor der Tür und die eisigen Temperaturen lassen die Besucher der Weihnachtsmärkte bibbern. In einigen Teilen Deutschlands kann man gar schon die ersten Schneeflocken bewundern.Wie gemütlich, wenn man nach einem Spaziergang in der Winterlandschaft zurück in die warme Stube kommt – wenn sie denn warm ist.

Nachdem die Strompreise zum Jahreswechsel um bis zu 20 % steigen und die Ölpreise ohnehin seit Jahren nur eine Richtung kennen, dürfte die Stube in so manchem Haushalt wohl bald eher kühl bleiben.

Heizkosten senken
Wer dem Dilemma entgehen und nicht länger einen Großteil des sauer verdienten Gehalts für Heizkosten ausgeben möchte, der sollte über einen Kaminofen zur Ergänzung der Zentralheizung nachdenken. Ein Kaminofen ist quasi die zeitgemäße Variante des offenen Kamins. Zwar wird nach wie vor mit Holz geheizt, das Feuer brennt allerdings hinter einer Scheibe. Dadurch lässt sich, anders als etwa beim Kachelofen, das Spiel der Flammen genießen aber gleichzeitig die Gefahr von Bränden reduzieren.

verena_pixelio.de
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Ob und wie viel Heizkosten sich mit einem Kaminofen sparen lassen, hängt von einigen Faktoren ab. Optimal ist es wenn Wohnung oder Haus so geschnitten sind, dass die Wärme alle Zimmer ungehindert erreichen kann. Ist das der Fall kann man, abhängig von der Wohnungs- oder Hausgröße, mit etwa 5 Schüttraummetern über den Winter kommen. Der Preis für das Holz liegt, je nach eigenem Aufwand, bei etwa 150 € – 350 €.

Die untere Grenze beschreibt das eigenständige Auflesen und Zerkleinern des Holzes aus einer durch den Förster zugewiesenen Parzelle. Der obere Wert sind die Kosten für die Lieferung passender Stücke durch einen Brennholzhändler. Auch wenn man das Holz nicht selber aus dem Wald holen möchte halten sich die Kosten also doch in Grenzen.

Grundsätzlich gilt es natürlich, die eingesparten Heizkosten gegen die Anschaffungskosten abzuwägen. Zu den Kosten für das Gerät (irgendwo zwischen 1000 € und 2500 €) kommen womöglich noch ein Edelstahlaußenkamin und die Montagekosten.

Die Qual der Wahl
Ist die Wohnung nicht ganz so optimal gebaut, muss man sich entweder mit dem Heizen weniger Räume durch den Kaminofen begnügen, oder aber an die Integration des neuen Heizgeräts in die Zentralheizung denken. Wasserführende Kaminöfen sind eine Lösung für das Problem. Der Ofen hilft dann mit beim Aufheizen des Wassers, das die Heizkörper durchströmt.
Wer nun mit der Anschaffung eines Kaminofens liebäugelt sollte auf jeden Fall vorher mit dem Schornsteinfeger reden. Er weist auf technische und rechtliche Fallstricke hin und muss die Feuerstelle ohnehin vor der Inbetriebnahme kontrollieren und genehmigen.

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