Kamine

Das Wort Kamin leitet sich von dem lateinischen Wort Caminus ab und bedeutet so viel wie Ofen.


Kamine hatten ihre Blütezeit bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Damals war faktisch in jeder Wohnung, der Kamin als unentbehrliche Wärmequelle vorhanden. Die Leistungsausbeute bei diesen Kaminen alter Bauart war äußerst gering. Der größte Teil der Wärme entwich durch den Schornstein.

Kamine heute

Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Kaminen. Kamine können

© zaubervogel - pixelio.de
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vollständig in die Wand integriert sein, sowie teilweise oder ganz herausragen. Das Brennmaterial wird entweder direkt auf dem Kaminboden oder auf einem Rost verbrannt.

Das dabei entstehende Rauchgas wird über einen Schornstein direkt nach außen geführt.

In der heutigen Zeit sind Kamine weniger notwendige Heizquellen, als vielmehr Wohnlichkeit und Behaglichkeit erzeugende Luxusgegenstände. In milderen Klimazonen verfügen viele Häuser nicht über fest installierte Heizungen. Hier ist der Kamin in den Wintertagen noch immer als Heizquelle willkommen.

Um den Wirkungsgrad von Kaminen zu erhöhen, werden so genannte Konvektoren eingesetzt. Diese werden luftdicht in den Schornsteinschlot eingebaut. Sie saugen zusätzlich kalte Luft aus dem Zimmer an, und geben diese nach Erwärmung wieder an den Raum ab.

Zusätzlich gibt es noch im wasserführende Kamine, bei denen das Kaminfeuer wassergefüllte Rohrleitungen erwärmt, die wiederum als Zusatzheizung für die Zentralheizung fungieren können, oder an nicht so kalten Tagen als Primärheizung eingesetzt werden können. Ebenso kann diese Wärme für die Warmwasserbereitung genutzt werden.

Gerade heute – da Heizöl und Gas immer teurer werden – sind Kamine wieder im kommen. Holz ist nicht nur ein nachwachsener Brennstoff, sondern auch umweltfreundlich und klimaschonend. Dazu kostet Brennholz (zumindest im Moment noch), wenn man es auf den Brennwert umrechnet, um einiges weniger als Öl und Gas.

Doch damit man auch den kompletten Heizwert ausnutzt, muss das Brennholz trocken sein. Am Besten ist 2 Jahre gelagertes Brennholz. Vorher hat es meist noch zuviel Restfeuchte – danach wird es spröde und oft auch morsch.

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