Japaner

Als Japaner bezeichnet man am Bau ein Transportgerät, dass einer Schubkarre ähnelt. Im Gegensatz zur Schubkarre verfügt ein Japaner jedoch über zwei Räder. Dies hat den Vorteil, das man diesen mit einem deutlich höheren Gewicht beladen kann, da die Schwierigkeit das seitliche Gleichgewicht zu halten nicht besteht.

Das Abladen der Ladung erfolgt bei einigen Modellen auch etwas anders als bei der herkömmlichen Schubkarre. Über eine Mechanik wird beim Ausschütten der Ladung, die Aufwärtsbewegung an den Handgriffen untersetzt. Praktisch kann man sich das ungefähr so vorstellen, daß man die Handgriffe anhebt und die Lademulde sich etwas langsamer bewegt. Dadurch ist ein kräftesparendes Entladen besonders schwerer Ladung möglich, für die der Japaner ursprünglich konstruiert wurde.

Es gibt allerdings auch Modelle die nicht über diese Mechanik verfügen!

Im Gegensatz zur Schubkarre bedarf besonders die Mechanik des Japaners erhöhter Aufmerksamkeit bei der Wartung der beweglichen Teile. Regelmäßiges Reinigen und Fetten sind absolut notwendig. Auch auf den Reifen-Innendruck ist zu achten. Ist dieser zu niedrig, leiden die Reifen und Bewegen des Gerätes, besonders im beladenen Zustand, wird erheblich erschwert. Als Faustregel kann man sagen, je härter die Reifen aufgepumpt sind, umso leichter schiebt sich der Japaner.

Dies gilt jedoch nicht auf sehr weichen Untergründen, wie losem Sand. Hier kann es hilfreich sein etwas Luft aus den Reifen abzulassen. Dies erhöht die Auflagefläche der Reifen und verhindert ein tiefes Einsinken. Allerdings muss man dem niedrigeren Druck auch beim Beladen Rechnung tragen. Welche Methode individuell am besten funktioniert, probiert man am besten aus.

Etwas nachteilig ist das, im Vergleich zur Schubkarre, etwas höhere Eigengewicht. Besonders wenn man einen ganzen Tag damit gearbeitet hat merkt man den Unterschied sehr deutlich. Auch das Rangieren auf sehr engem Raum oder die Durchfahrt durch enge Türen sind, konstruktionsbedingt, etwas schwieriger als mit Schubkarre.

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