Infrarotheizung – Heizen mit Infrarotstrahlen

Die steigenden Öl- und Gaspreise und ein neues Umweltbewusstsein haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen sich nach möglichen Alternativen umschauen, um die eigene Wohnung zu heizen. Neben Wärmepumpen haben in den letzten Jahren vor allem Heizungen, die auf Basis von Infrarotstrahlen arbeiten, an Beliebtheit gewonnen.

Funktionsweise einer Infrarotheizung
Im Gegensatz zu klassischen Heizungen, die fossile Brennstoffe nutzen, erwärmen Infrarotstrahler nicht direkt die Luft. Die ausgesendeten Strahlen werden vom Körper und Gegenständen aufgenommen und strahlen daraufhin selbst Wärme ab. Diese abgestrahlte Wärme ist es, die dann zur Erwärmung des Raumes führt.Oftmals werden Infrarotstrahlen dabei mit UV-Strahlen verwechselt und als gefährlich eingestuft. Diese sind bekannt dafür, zu Sonnenbrand und Hautschäden zu führen. Bei einem Infrarotstrahler ist das jedoch nicht der Fall. Er ahmt die Funktionsweise der Sonne nach und sendet wärmende Infrarotstrahlen aus, die ohne Probleme vom Körper aufgenommen werden können.

Platzsparend und schnell zu installieren

Daniel Rennen/pixelio.de
Daniel Rennen/pixelio.de

Eine Heizung, die auf Infrarotstrahlen basiert, bringt einige Vorteile mit sich. Im Gegensatz zur klassischen Heizung wird viel weniger Platz benötigt. Man benötigt keinen Heizungsraum mit einem Kessel oder Brenner. Genug Platz für den Strahler an sich, ist in der Regel ausreichend. Zudem wird auch kein Raum für die Lagerung von Heizmaterial wie Öl oder Holz benötigt. Daher sind Infrarotheizung gerade in Wohnungen, die nur beschränkt Raum bieten, eine echte Alternative. Weitere Vorteile sind die einfache Installation und Wartung. Während eine herkömmliche Heizung regelmäßig gewartet und gerade bei undichten Stellen relativ kostenintensive und aufwendig repariert werden muss, sind Infrarotheizungen einfach und unkompliziert.

Abgesehen von den ökonomischen Pluspunkten kann das Heizen mit Infrarotstrahlen auch einige ökologische Eigenschaften aufweisen, die als Gründen für eine Anschaffung sprechen. So erzeugen Infrarotstrahlen keinen Luftzug in der Wohnung, sodass sich die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht verändert. Dies führt dazu, dass der Einsatz der Heizung keinen Staub aufwirbelt, der besonders für Allergiker zu einem Problem werden kann. Aber auch auf den Körper an sich hat die Infrarotstrahlung Auswirkungen. Sie helfen dabei die Durchblutung im Körper und den Kreislauf anzuregen und fördern den Stoffwechsel. Dadurch kann sich der Körper zum Beispiel besser regenerieren beziehungsweise heilen.

Infrarotheizung: Kosten nur unter bestimmten Voraussetzungen ein Vorteil
Neben den Vorteilen gibt es, wie bei jedem Heizsystem, auch einige Nachteile bei den Infrarotheizungen. So ist eine echte Ersparnis bei den Heizkosten nur dann zu erreichen, wenn die Wohnungen oder das Haus sehr gut gedämmt sind. Die Strompreise befinden sich im Moment auf einem Niveau, dass nur Häuser mit guter Dämmung wirklich kostengünstiger sind. Langfristig gesehen wird sich dieser Punkt jedoch relativieren, da die Preise für Gas und Öl aufgrund der Verknappung der Ressourcen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigen werden. Abgesehen von den Strompreisen gibt es auch rechtliche Nachteile. So sollte man sich beim Neubau eines Hauses erst einmal richtig informieren. In manchen Bundesländern sind Infrarotheizungen als Hauptheizung nicht zulässig.

Trotz der rechtlichen Schwierigkeiten wird diese Art der Heizung für immer mehr Menschen zu einer echten Alternative. Besonders die Infrarotheizung Kosten für die Anschaffung und der geringe Platzbedarf machen die Heizkörper so attraktiv.

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