Hauskauf per Zwangsversteigerung

Immer wieder kommt es dazu, dass ein Hausbesitzer, die Raten für sein Haus nicht bezahlen kann. Egal, ob Arbeitslosigkeit, Überschuldungung oder gar eine Scheidung. Die Gründe, warum ein Haus zur Zwangsversteigerung kommt, sind vielschichtig.  Wenn der Eigentümer dann nicht selbst verkauft, beantragt die Bank häufig das Verfahren der Zwangsversteigerung.

Gerade bei solchen Zwangsversteigerungen kann man wirkliche Schnäppchen machen – doch auch das Gegenteil kann eintreten.

Bis sechs Wochen vor dem Termin einer Versteigerung veröffentlicht das zuständige Amtsgericht den Termin. Interessenten sollten dabei immer auf verschiedene Quellen zurückgreifen. Z.B. veröffentlichen die Amtsgerichte die Versteigerungen in der Loklzeitung, ebenso kann man im Internet auf die Webseiten der Amtsgerichte zugreifen.

Das Amtsgericht hat zu diesem Zeitpunkt alle Unterlagen wie z.B. die Adresse des Hauses (bzw. Grundstücks), einen Grundbuchauszug und alle Angaben zu den Gläubigern. Diese Unterlagen kann man kostenlos beim jeweiligen Amtsgericht einsehen. Gerade das Verkehrswertgutachten sollte man dabei genau beachten. Hier wird genau darauf eingegangen, in welchem Zustand das Haus ist – und es liegen meist Fotos dabei.

Jedoch hat so ein Gutachten ein Problem: man hat kein Recht auf Gewährleistung, falls das Gutachten falsche Angaben nennt – oder Mängel verschweigt. Doch es gibt noch ein größeres Manko: der Gutachter hat häufig das Haus nicht einmal von innen gesehen. Denn die Eigentümer sind nicht verpflichtet, den Gutachter ins Haus zu lassen.

Nach den vorliegenden Unterlagen kann man sich aber meist einen ersten Eindruck verschaffen.

Ist man immer noch interessiert, kann man sich z.B. um einen Besichtungstermin bemühen – oder eventuell Nachbaren mit einem gleichen Bauobjekt (z.B. bei Eigentumswohnungen oder Doppelhaushälften) bitten, einmal reinschauen zu dürfen.

Am ersten Vertsteigerungstermin muss mindestens die Hälfte des Verkehrswert erzielt werden. Das klappt meist nur bei 60 % aller Versteigerungstermine. Beim zweiten Termin gilt dieser Wert meist nicht mehr – spätestens beim 3. Termin ist dann alles offen.

Als Käufer kommen dann noch ein paar wenige, andere Kosten auf einen zu: die Grunderwerbssteuer und die Gerichtskosten für die Umschreibung des Hauses.

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