Gewächshaus

Das Gewächshaus, das auch Glashaus oder Treibhaus genannt wird, ist eine Erfindung zur Kultivierung von Pflanzen. Den Pflanzen werden in einem Gewächshaus optimale Wachstumsvoraussetzungen geschaffen, die durch das besondere Ambiente im Treibhaus gegeben sind und nach Belieben der Züchter angepasst werden können. Ein Gewächshaus ist eine eigene Klimazone für sich.

 

Die Geschichte der Gewächshäuser beginnt im Kolonialismus, Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Damals erfreuten sich exotische Pflanzen ferner Kontinente größter Beliebtheit bei Königen und Forschern gleichermaßen. Allein die ungünstigen klimatischen Bedingungen in Europa machten den Pflanzen aus Asien, Amerika oder Australien zu schaffen.

 

(c) jeger / Pixelio
(c) jeger / Pixelio

Damals wie heute sind es die Gewächshäuser, die die richtigen klimatischen Bedingungen für Pflanzen aller Art schaffen. So können Exoten aus tropischen Ländern auch in mittleren Breiten kultiviert werden oder heimische Pflanzen auch im Winter gedeihen.

Diese Klimaanpassung erfolgt durch die besondere Konstruktion des Gewächshauses. Das besteht meistens aus Glas, Plexiglas oder manchmal auch Folie.  Durch die Überdachung wird natürlicher Niederschlag vermieden, der stattdessen durch künstliche Bewässerung ersetzt wird. Der Glashauseffekt, durch den sich die Innenraumtemperatur eines Raumes deutlich über die Umgebungstemperatur heben kann, schafft innerhalb des Gewächshauses eine passende Temperatur. Je nach Höhe dieser Temperatur spricht man von einem Kalthaus (bis 12°C) einem temperierten Gewächshaus (12 – 18°C) oder einem Warmhaus (ab 18°C).

Da die Temperatur im Gewächshaus an warmen Tagen schnell pflanzenschädliche Werte erreichen kann, muss das Glashaus auch zu durchlüften sein.

Gängige Arten von Treibhäusern sind zum Beispiel Cabrio-Gewächshäuser, mit beweglichem Dach, Gewächshäuser für den Gemüseanbau, meist mit Plastikdächern oder auch Glashäuser zu wissenschaftlichen Zwecken, die mit Technik auf höchstem und neuestem Stand ausgerüstet sind.

Auch sehr modern ist das geschlossene Gewächshaus. Hier gibt es keine Öffnungen und das Haus versorgt sich praktisch in einem eigenen Wasserkreislauf selbst. Die Atmung der Pflanzen, der Wasserdampf, kondensiert an den Scheiben und wird zur Bewässerung und zur Heizung mit einem Wärmetauscher gesammelt.

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