Flächennutzungsplan

In einem Flächennutzungsplan ist festgehalten, wie die Baugebiete einer Gemeinde genutzt werden dürfen. Die Bebauungspläne führen diese vorbereitenden Bauleitplanungen noch genauer und detaillierter aus.

Ein aufgestellter Flächennutzungsplan behält seine Gültigkeit für etwa fünf bis zehn Jahre. Die Gemeinden passen ihn in regelmäßigen Abständen an die Veränderungen der letzten Jahre an. Allerdings muss die nächsthöhere Genehmigungsbehörde diese Änderungen erst absegnen, bevor sie Geltung erlangen. Der Flächennutzungsplan einer Gemeinde umfasst üblicherweise das komplette Gebiet der Gemeinde. Er stellt sozusagen dar, was die Gemeinde in den nächsten Jahren plant und wie der vorhandene Boden genutzt werden soll. Man kann sich aber als normaler Bürger nicht auf die so genannten „Darstellungen“ verlassen, da sie rechtlich nicht bindend sind. Ein eingezeichnetes Baugebiet muss also beispielsweise nicht wirklich geschaffen werden.

Flächen, die bebaut werden sollen, werden mit Kürzeln für die geplante Nutzung versehen. So sind Orte, die mit Wohnungen bebaut werden sollen mit einem „W“ gekennzeichnet und Gewerbegebiete mit „G“. Zu den Sonderflächen, die mit „S“ beschriftet werden, zählen beispielsweise Grünflächen (z. B. Friedhof, Parkanlage, Spielplatz), landwirtschaftlich genutzte Flächen, Naturschutzgebiete, Verkehrsflächen und Orte, an denen öffentliche Einrichtungen (z. B. Kirchen, Kläranlagen) geschaffen werden. Auf eine noch detailliertere Darstellung wird üblicherweise verzichtet, da dies ohnehin im Bebauungsplan erledigt wird.

Im zugehörigen Erläuterungsbericht wird erklärt, warum die Darstellungen so angeordnet wurden, wie man es dem Flächennutzungsplan entnehmen kann. Der Plan tritt erst dann in Kraft, wenn ihn die übergeordnete Verwaltungsbehörde abgesegnet hat. Für die Gemeinde ist er dann insofern verbindlich, dass er gekennzeichnete Flächen nicht anders nutzen darf. Es darf beispielsweise kein Wohnbaugebiet in einem ursprünglich geplanten Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Wenn man den Flächennutzungsplan einsehen möchte, muss man bei der zuständige Baubehörde vorsprechen.

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