FI-Schalter

Der Begriff FI-Schutzschalter kommt von F=Fehler und I=Formelzeichen für elektrischen Strom. Wie der Name schon sagt, bietet der Schalter einen Schutz vor Fehlerströmen. Nicht vor Überspannung! Dafür ist die Sicherung verantwortlich. Sicherung und FI-Schutzschalter erfüllen also ganz unterschiedliche Funktionen in der Stromanlage eines Bauwerks.

Zum einfachen Merken kann man sagen, das die Sicherung die elektrische Installation wie Kabel u.ä. schützt. Der FI-Schalter schützt vor Stromunfällen. Allerdings nicht vor allen! Wenn eine Person beispielsweise auf einer isolierenden Unterlage steht und beide stromführenden Leiter berührt, entsteht aus Sicht des FI-Schalters kein Fehlerstrom. Er wird also nicht auslösen.

Wie entstehen Fehler-Ströme?
In einer Stromanlage gibt es drei unterschiedliche Leiter. Die Phase, der Null und der Schutzleiter. Stark vereinfacht kann man sagen, das die Phase den Strom in die Anlage bringt und über den Null-Leiter der Strom zurückfließt. Der Schutzleiter erdet die gesamte Anlage, hat jedoch für die Funktion des FI-Schalters keine Bedeutung.

Der FI misst die Differenz-Spannung zwischen der Phase und dem Null. Ist die elektrischen Anlage intakt, ist der Wert gleich Null. Für diese Messung wird ein so genannter Summenstrom-Wandler eingesetzt. Dieser addiert und subtrahiert alle vom und zum Verbraucher fließenden Ströme. Wenn der so gemessene Wert in einem Bereich zwischen 10 und 30 mA von dem Wert Null abweicht, löst der Schalter aus und unterbricht im Millisekunden-Bereich die Phase und Null. Der Schutzleiter wird aus Sicherheitsgründen nicht unterbrochen.

In der Praxis wäre dies der Fall, wenn zum Beispiel der Fön in die Badewanne fällt. Hier könnte auch noch die Sicherung schalten, da diese jedoch etwas träger reagiert als der FI, wird diese hier nicht in Anspruch genommen.

Ein FI-Schalter bietet keinen Schutz vor Kurzschluss! Das ist Aufgabe der Sicherung. Ein FI-Schalter kann in diesen Fällen nur als sinnvolle Ergänzung angesehen werden.

Damit eine ständige Funktionsbereitschaft des FI-Schalters gewährleistet ist, ist ratsam dessen Funktionsfähigkeit in regelmäßigen Abständen zu prüfen. An jedem FI befindet sich ein kleiner Taster. Schalten Sie alle empfindlichen Geräte wie PC, Fernseher und ähnliches aus. Lösen Sie dann diesen Taster aus. Wenn der FI funktioniert müsste der Schalter herunter klappen und die gesamte Stromanlage müsste schlagartig spannungsfrei sein. Allerdings weist dieser Test nur auf eine korrekte Funktion des Schalters hin. Er sagt nichts darüber aus ob alle angeschlossenen Verbraucher korrekt angeschlossen und geerdet sind und somit auch bei einem Fehler den FI auslösen würden. Diese Prüfung sollte man jeden Monat durchführen.

Der FI-Schalter schützt auch gegen Spannungen von außen wie Blitzschlag oder Überspannungen. Dies kann sich jedoch äußerst nachteilig auswirken, weil alle Geräte auch Heizungen oder Kühlanlagen abgeschaltet werden, obwohl kein interner Fehler vorlag.
Um dies zu vermeiden wurden FI-Schalter entwickelt, die in solchen Fällen versuchen die Spannung zwei- oder dreimal wieder aufzubauen. Ist das Ereignis durch einen Blitz ausgelöst, geht die Anlage wieder in Betrieb. Im Gegenteiligen Fall ist der Fehler intern zu suchen und die Abschaltung der Anlage legitim.

In Deutschland sind seit 1984 FI-Schalter in allen Räumen in denen es feucht ist oder werden kann, zwingend vorgeschrieben. Ebenso im Außenbereich. Seit dem Jahre 2007 gibt eine zusätzliche Vorschrift die besagt, dass auch alle Steckdosen in Innenräumen, die durch nicht autorisiertes Fachpersonal erreicht werden können, mit einem Fehlerstrom-Schutzschalter ausgestattet sein müssen.

Ausnahmen bestehen in Altbauten, die durch den Bestandsschutz nicht von dieser Regelung betroffen sind. Der Bestandsschutz gilt jedoch nicht bei gravierenden Änderungen der elektrischen Installation, bei abgelaufenen Übergangsfristen oder wenn eine Gefahr für Menschen gegeben ist. Allerdings sollte man diese Schalter aus Gründen der allgemeinen Sicherheit freiwillig verbauen.

Im landwirtschaftlichen Bereich sind FI-Schalter ebenfalls vorgeschrieben. Zwingend in Bereichen in denen Tiere gehalten werden.

Auch wenn die Installation eines FI-Schalters nicht zwingend vorgeschrieben ist, sollte man über eine Installation nachdenken. FI-Schalter haben schon unzähligen Menschen das Leben gerettet und sie kosten nur wenige Euro.

2 Gedanken zu „FI-Schalter“

  1. Sorry, aber dem Autor dieses Artikels mangelt es an Elektro-Fachkenntnis. Natürlich ist es richtig, dass FI-Schalter eine wichtige Schutzfunktion haben, aber den Rest des Artikels bitte nicht für bare Münze nehmen, besonders den Erklärungsversuch, wie ein FI-Schalter funktioniert.

    mfg Dr.-Ing. Ralf Kleberhoff

  2. Habe ein Haus Baujahr 1966,gekauft. Hier sind im Laufe der Jahre die besitzer gewechselt. Auch hat jeder Besitzer Änderungen am Haus und der elektrische Anlage vorgenommen.
    Heute ist es so, dass der FI-Schalter in unregelmäßigen Abständen auslöst. Die Warmwasserbereitung erfolgt über die Heizung (keine elektrischen Warmwasserbereiter, oder Durchlauferhitzer.
    Welche möglichkeiten gibt es zur Lösung des Problems:
    – Trennschutzschalter
    wechseln ?
    – Trennschutzschalter
    überbrücken

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