Dachausbau

Grundsätzlich lässt sich bei jedem Haus das Satteldach zu einem oder mehreren zusätzlichen Wohn- oder Arbeitsräumen, sowie zu Badezimmern oder einer Küche ausbauen. Dies funktioniert beim städtischen Mehrparteienhaus ebenso, wie beim modernen Einfamilienhaus, einem alten Fachwerkhaus oder sogar dem rustikalen Blockhaus. Je nach vorgesehener Nutzung ist dies aber mehr oder weniger aufwändig. Der Dachausbau sorgt für viel mehr Platz – aber auch hohe Kosten!

Im Einzelnen gibt es verschiedene Varianten für den Dachausbau, es kommt ganz drauf an, was das Ziel der Baumaßnahme ist. Will der Bauherr zum Beispiel nur zusätzliche Schlafräume unter dem Dach schaffen, so genügt es, eine zusätzliche Wärmedämmung zu schaffen, für stabile Holzböden zu sorgen und natürlich eine sicher begehbare Treppe in den Raum hinauf zu bauen. Zumindest über ein Elektrokabel für einen Stromanschluss und eine Erweiterung der Zentralheizung sollte außerdem nachgedacht werden. Zu bemerken ist außerdem, dass die erweiterte Dämmung des Raumes unter dem Dach für eine Heizkostenersparnis im gesamten Haus sorgt.

(c) RainerSturm / Pixelio
(c) RainerSturm / Pixelio

Will man jedoch zusätzlich noch ein Badezimmer neben die Schlafzimmer installieren, so muss bei Dachausbau schon ein zusätzlich Wasseranschluss und natürlich auch ein zusätzlicher Abwasseranschluss gelegt werden. Außerdem sollte der Raum gefliest werden, um Wasserschäden an den schon zuvor bestehenden Räumen zu vermeiden. Auch über den Einbau eines oder mehrerer zusätzlicher Fenster sollte nachgedacht werden, um die neu entstehenden Räume auch mit ausreichend Tageslicht zu versorgen.

Die zumeist großen Räume ohne Zwischenwände eignen sich auch hervorragend als Büroräume, auch hier sollte es jedoch ausreichend Tageslicht geben um eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Auch klimatische Bedingungen müssen beim Dachausbau berücksichtigt werden. Es gilt zu bedenken, dass sich Räume unter dem Dach im Sommer eher aufheizen, als tiefer liegende Räume, allein schon aus diesem Aspekt sollten die Fenster nicht allzu klein sein.

Viele Hausbesitzer nutzen die hohe Position der zusätzlich ausgebauten Räume unter dem Dach auch, um einen nicht einsehbaren Balkon zu schaffen, und sich so zusätzliche Privatsphäre in ihrem Eigenheim zu sichern. Bei Balkonen gilt natürlich besonders, wie beim Dachausbau allgemein, auf die Statik des Hauses zu achten. Grundsätzlich muss jeder  in dieser Größe durch das Bauamt genehmigt werden und in der Regel durch einen Bauingenieur abgenommen werden. Hierbei sollte man sich zunächst an die zuständige Behörde wenden, um die genauen Bedingungen für den Dachausbau zu erfahren.

Ebenfalls sollte man evtl. den Dachdecker fragen, was in Bezug auf die Dämmung oder ähnlichen zu beachten ist.

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