Caisson

Der Begriff ‚Caisson‘ kommt aus dem Französischen und bedeutet ‚Kasten‚.

Ursprünglich wurden Caissons bei Unterwasser-Arbeiten eingesetzt. Dazu wurde ein unten offener Kasten im Wasser versenkt. Anschließend wurde mittels Druckluft das darin enthaltene Wasser verdrängt. So entstand unter Wasser eine trockene Arbeitsfläche, in der sich die Arbeiter aufhalten können. Erreichbar wurde der Caisson über ein System von Schleusen.

Diese Arbeitsmethode hatte allerdings schwere, gesundheitliche Folgen. Da in dem Caisson ein erhöhter Druck herrscht, kommt es bei zu schnellem Ausschleusen der Arbeiter zu der so genannten Caisson-Krankheit. Auch Taucher-Krankheit genannt. Hierbei kommt es Blut und dem Gewebe der Taucher zur Bildung von Glasbläschen, die schwere Schäden verursachen und auch tödlich sein können.

Im heutigen Bauwesen findet diese Methode allerdings nur noch sehr begrenzt Anwendung.

Es gibt noch eine andere Anwendung des Caissons die sehr häufig eingesetzt wird. In Bereichen mit sehr hohem Grundwasserspiegel, wie dies zum Beispiel in der Nähe von Flüssen und Seen der Fall ist, werden Caissons dazu benutzt das Grundwasser von der Baugrube fern zu halten. In diesem Fall hat der Caisson seine Öffnung an der Oberseite. Man nennt diese Form des Caissons auch Senkkasten. Dieser wird nochmals in die Bereiche offener und Druckluftsenkkasten unterteilt.

Beim offenen Senkkasten kann es sehr schwierig werden, beim Unterschreiten des Grundwasserspiegels, für ausreichende Trockenlegung des Bauplatzes zu sorgen. Ebenso kann es beim offenen Senkkasten zu Absenkungen außerhalb des Baubereiches kommen.

Aus diesem Grund ist Bauen mit dieser Methode immer die Aufgabe von Fachleuten.

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