Bauantrag

Jeder, der ein Gebäude errichten möchte, muss bei der zuständigen Baubehörde einen entsprechenden Antrag stellen.
Der kann unter Umständen auch auf kleinere Bauten wie Carports oder andere Nebengelasse zutreffen.

Selbst der Bau von Gebäuden, der nicht durch die Bauordnung geregelt ist, kann eine andere Erlaubnisform nötig machen.

© S.Hofschlaeger / Pixelio
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Die Grundlage, auf der der Bauantrag beschieden oder nicht beschieden wird, ist die jeweilige Bauordnung des Landes.
Teilweise existieren von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regelungen. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld über diese.
Bei einem Nichtbeachten der Form des Bauantrags, entstehen durch die Ablehnung und erneute Vorlage unnötige Kosten.

In Deutschland dürfen Bauanträge nur durch zugelassene Personen erstellt werden. Dies sind in der Regel Architekten, Bauingenieure oder andere Planer.

Welche Unterlagen gehören zu einem Bauantrag?
Grundsätzlich verlangen die Behörden alle Unterlagen, die zur Beurteilung des Bauvorhabens nötig sind. Da diese Aussage sehr schwammig formuliert ist, reichen Sie lieber zu viel als zu wenig Unterlagen ein. Die meisten Baubehörden wollen diese Unterlagen in doppelter Ausfertigung vorgelegt bekommen.

Ein Bauantrag sollte mindestens folgende Unterlagen beinhalten:

  1. Einen Standsicherheits-Nachweis, Wärmeschutz-Nachweis und die dazu gehörigen Konstruktionszeichnungen.
  2. Den eigentlichen Bauantrag. Die entsprechenden Formulare gibt es entweder bei der Behörde direkt oder als Download im Internet.
  3. Einen detaillierten Übersichtsplan. Der Maßstab ist abhängig von dem jeweiligen Bauprojekt. Bei normalen Einfamilienhäusern ist dieser in der Regel 1:100
  4. Einen generellen Lageplan im Maßstab 1:500. Dieser sollte die geplanten baulichen Anlagen, sowie alle vorhanden Anlagen aufzeigen. Entsprechende Pläne bekommt man bei allen öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren oder bei der Behörde für Geo-Information.
  5. Einen ausgefüllten Erhebungsbogen.
  6. Einen detaillierten Bauplan im Maßstab 1:100. Dieser muss Grundrisse, Schnitte und Ansichten beinhalten. Bei Umbauten müssen wegfallende Gebäudeteile in gelb und neu zu errichtende Bauteile in rot gekennzeichnet werden.
  7. Eine Baubescheinigung und falls nötig eine Betriebsbescheinigung.
  8. Ausführliche Berechnungen der bebauten Fläche und des umbauten Raumes.

Eventuell sind je nach Landes-Bauordnung noch andere Nachweise bei zu bringen. Bitte erkundigen Sie sich im Vorfeld, um unnötige Wege und Kosten zu sparen.

In der Regel wird ein Bauantrag innerhalb von wenigen Wochen genehmigt.

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