Ausbauhaus

Die meisten Anbieter von Fertigteilhäusern bieten ihre Immobilien auch in der Variante als Ausbauhaus an. Diese Art des Fertighauses, manchmal auch Mitbauhaus genannt, lässt es zu, dass Teile des Baus von den zukünftigen Besitzern, die das Haus ja in der Regel auch bewohnen werden, in Eigenleistung erbracht werden. Das können nur kleine Teile des Innenausbaus sein, es gibt aber auch Bauherren, die zum Beispiel den Keller selbstständig errichten, auf den dann die Bodenplatte des Fertighauses vom Anbieter installiert werden kann. Grundsätzlich lässt der Gesetzgeber hier einen sehr weiten Gestaltungsrahmen; eine Vereinbarung zu treffen, obliegt also Bauherren und Fertighausanbieter gemeinsam.

 

Bei der Finanzierung für ein Ausbauhaus wird der in Eigenleistung erbrachte Teil des Ausbaus dem Eigenkapital zugeschlagen. Der Volksmund spricht hier auch von der so genannten Muskelhypothek. So bietet diese Variante des Fertighauses eine sehr interessante Alternative, da sie bereits mit weniger tatsächlich vorhandenem Eigenkapital finanziert werden kann, und die Zeit und die Arbeitskraft des oder der Bauherrn mit einbezieht.

Ob Fachwerkhaus, Holzhaus, Landhaus, Villa oder Bungalow – wie auch bei konventionellen Fertighäusern ist selbstverständlich auch das Ausbauhaus in den verschiedensten Formen und Typen erhältlich. Bei den in Eigenleistung erbrachten Teilen des Hauses bieten sich dem kreativen Bauherren sogar noch mehr gestalterische Möglichkeiten, als bei einem Haus, das schlüsselfertig von einem Anbieter errichtet wird. Individualität wird groß geschrieben.

(c) uwest / Pixelio
(c) uwest / Pixelio

Zukünftige Bauherren, die sich für Ausbauhäuser interessieren, sollten sich jedoch auch sehr genau darüber im Klaren sein, wie viel der Bauleistung tatsächlich selbst erbracht werden kann. Bei allem Gestaltungswillen sollten doch die eigenen Grenzen sehr genau bewusst sein, um den Bau des zukünftigen Eigenheims zügig und reibungslos beenden zu können. Der Anbieter des Ausbauhauses gibt hierzu gerne Ratschläge und ist auch im Stande, einen genauen Überblick über die anfallenden Arbeiten zu geben.

 

Eine weitere Hilfestellung des Hausherstellers kann ein so genanntes Ausbaupaket sein. In einem solchen Paket sind alle für den weiteren in Eigenleistung zu erbringenden Ausbau benötigten Materialien vorhanden und bereits vorkalkuliert. So vermeidet man den Kauf von unnötig vielem Material, das der Hersteller ja tatsächlich wesentlich günstiger beziehen und durch die große Erfahrung mit dem Ausbau genauer berechnen kann.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.