Holz ist nicht gleich Holz

Egal ob über die eigene Forstwirtschaft oder über andere Wege. Oftmals müssen große Mengen an Holz bewertet und für den richtigen Einsatz katalogisiert werden. Gerade Personen, welche über einen Feststoffofen oder einen Kamin verfügen, kennen die hohen Ansprüche, welche an das Holz gestellt werden müssen.

Schließlich möchte man weder einen mühsamen Anbrennvorgang, noch ein unruhiges oder harzspritzendes Holz im offenen Kamin.Die Unterteilung der Hölzer kann sich dabei nach verschiedenen Kriterien richten. Zum einen kann man die Hölzer in Hartholz und Weichholz unterteilen, oder diese hinsichtlich ihres Zweckes und ihres Nutzens einteilen.

Das Holz nach seiner Dichte einteilen
Die Begriffe Hart und Weich sind dabei oftmals irritierend. Denn nicht die Festigkeit des Holzes entscheidet im Endeffekt über die Einteilung in diese Klassen, sondern die jeweilige Dichte des Holzes. Diese Begriffe stammen hierbei ursprünglich aus der Zollwirtschaft und wurden zur Katalogisierung und Bewertung der Hölzer verwendet. Entscheidend für die Unterteilung ist also die Faserdichte im inneren des Holzes. In der Regel kann man hierbei relativ leicht unterteilen. Langsam wachsende Hölzer verfügen in der Regel über eine deutlich höhere Dichte, was diese zum einen unanfälliger gegen Schädlinge macht, ihnen allerdings auch in der Verbrennung eine deutlich höhere Energiedichte verschafft.

Darüber hinaus verfügt Hartholz oftmals über eine deutlich geringere Menge an enthaltenen Harzen, was es ideal als Kaminholz einsetzbar macht, da die Verbrennung deutlich ruhiger von Statten geht. Oftmals wird eine relativ einfache Unterteilung genutzt, welche alle heimischen Laubbaumarten dem harten, alle Nadelbäume dem weichen Holz zuordnen. Grob mag diese Unterteilung korrekt sein, doch gibt es einige Ausnahmen, welche diese Regel wieder aufbrechen. Unter den Begriff fallen dabei vor allem Hölzer von Esche, Eibe, aber auch viele Obstbaumhölzer wie Apfel oder Pflaumenbaum.

Das Holz nach seinem Einsatzzweck einteilen
Ähnlich verhält es sich, wenn man das Brennholz in seinen jeweiligen Einsatzzweck unterteilen möchte. Besonders dichte und harzarme Holzarten eignen sich dabei vor allem in der Nutzung eines offenen Kamins. Da die im Holz enthaltenen Harzblasen bei Hitze aufplatzen und somit Glut und Asche durch die Gegend spritzen können, sollten besonders stark harzende Arten im Kamin keine Verwendung finden. Diese Arten sind vor allem im geschlossenen Holz-Stückofen besser eingesetzt, da diese Eigenschaften hierbei nicht stören. Weichholz eignet sich als Brennholz in der Regel nur in geringerem Maße.

Hans Rohmann/pixelio.de
Hans Rohmann/pixelio.de
Der große Vorteil liegt zumeist in der leichten Entzündbarkeit, so dass dieses Holz oftmals zum Starten eines Feuers genutzt werden kann. Auch die leichtere Bearbeitung dieses Holzes sorgt für seinen idealen Einsatz als Kaminholz gerade zu Beginn des Heizvorganges. So lassen sich leicht Späne von diesem Holz abschlagen, welche genutzt werden können, um Holzbriketts oder festere Holzarten zu entzünden.

Je nach Einsatzzweck sollten also verschiedene Hölzer genutzt werden. Auch in Kombination mit Holzbriketts sollte nicht auf den Einsatz von Holz verzichtet werden, da dieses den Anbrennvorgang deutlich erleichtern kann. Ein gut sortierter und in Klassen unterteilter Holzvorrat hilft dabei, jeweils das passende Holz für den gewünschten Einsatzzweck zur Hand zu haben. So kann der Einsatz von Holz in der eigenen Wohnraumbeheizung deutlich effektiver gestaltet werden.

Infrarotheizung – Heizen mit Infrarotstrahlen

Die steigenden Öl- und Gaspreise und ein neues Umweltbewusstsein haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen sich nach möglichen Alternativen umschauen, um die eigene Wohnung zu heizen. Neben Wärmepumpen haben in den letzten Jahren vor allem Heizungen, die auf Basis von Infrarotstrahlen arbeiten, an Beliebtheit gewonnen.

Funktionsweise einer Infrarotheizung
Im Gegensatz zu klassischen Heizungen, die fossile Brennstoffe nutzen, erwärmen Infrarotstrahler nicht direkt die Luft. Die ausgesendeten Strahlen werden vom Körper und Gegenständen aufgenommen und strahlen daraufhin selbst Wärme ab. Diese abgestrahlte Wärme ist es, die dann zur Erwärmung des Raumes führt.Oftmals werden Infrarotstrahlen dabei mit UV-Strahlen verwechselt und als gefährlich eingestuft. Diese sind bekannt dafür, zu Sonnenbrand und Hautschäden zu führen. Bei einem Infrarotstrahler ist das jedoch nicht der Fall. Er ahmt die Funktionsweise der Sonne nach und sendet wärmende Infrarotstrahlen aus, die ohne Probleme vom Körper aufgenommen werden können.

Platzsparend und schnell zu installieren

Daniel Rennen/pixelio.de
Daniel Rennen/pixelio.de

Eine Heizung, die auf Infrarotstrahlen basiert, bringt einige Vorteile mit sich. Im Gegensatz zur klassischen Heizung wird viel weniger Platz benötigt. Man benötigt keinen Heizungsraum mit einem Kessel oder Brenner. Genug Platz für den Strahler an sich, ist in der Regel ausreichend. Zudem wird auch kein Raum für die Lagerung von Heizmaterial wie Öl oder Holz benötigt. Daher sind Infrarotheizung gerade in Wohnungen, die nur beschränkt Raum bieten, eine echte Alternative. Weitere Vorteile sind die einfache Installation und Wartung. Während eine herkömmliche Heizung regelmäßig gewartet und gerade bei undichten Stellen relativ kostenintensive und aufwendig repariert werden muss, sind Infrarotheizungen einfach und unkompliziert.

Abgesehen von den ökonomischen Pluspunkten kann das Heizen mit Infrarotstrahlen auch einige ökologische Eigenschaften aufweisen, die als Gründen für eine Anschaffung sprechen. So erzeugen Infrarotstrahlen keinen Luftzug in der Wohnung, sodass sich die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht verändert. Dies führt dazu, dass der Einsatz der Heizung keinen Staub aufwirbelt, der besonders für Allergiker zu einem Problem werden kann. Aber auch auf den Körper an sich hat die Infrarotstrahlung Auswirkungen. Sie helfen dabei die Durchblutung im Körper und den Kreislauf anzuregen und fördern den Stoffwechsel. Dadurch kann sich der Körper zum Beispiel besser regenerieren beziehungsweise heilen.

Infrarotheizung: Kosten nur unter bestimmten Voraussetzungen ein Vorteil
Neben den Vorteilen gibt es, wie bei jedem Heizsystem, auch einige Nachteile bei den Infrarotheizungen. So ist eine echte Ersparnis bei den Heizkosten nur dann zu erreichen, wenn die Wohnungen oder das Haus sehr gut gedämmt sind. Die Strompreise befinden sich im Moment auf einem Niveau, dass nur Häuser mit guter Dämmung wirklich kostengünstiger sind. Langfristig gesehen wird sich dieser Punkt jedoch relativieren, da die Preise für Gas und Öl aufgrund der Verknappung der Ressourcen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigen werden. Abgesehen von den Strompreisen gibt es auch rechtliche Nachteile. So sollte man sich beim Neubau eines Hauses erst einmal richtig informieren. In manchen Bundesländern sind Infrarotheizungen als Hauptheizung nicht zulässig.

Trotz der rechtlichen Schwierigkeiten wird diese Art der Heizung für immer mehr Menschen zu einer echten Alternative. Besonders die Infrarotheizung Kosten für die Anschaffung und der geringe Platzbedarf machen die Heizkörper so attraktiv.