Niedrigenergiehaus

Seit Jahren steigen die Kosten für fossile Energieträger. Das sind unter anderem Heizöl, Steinkohle, Braunkohle und Erdgas. Diese Brennstoffe spielen hierzulande bei der Wärmeversorgung die Hauptrolle. Zwar tun sich immer mehr Alternativen, wie z.B. Holzpellets oder auch die steigende Nutzung der Sonnenenergie auf, doch auf absehbare Zeit gibt es noch keine wirklich zufrieden stellenden anderen Energieträger. Um etwas gegen die steigenden Kosten zu unternehmen, entwickeln Architekten, Bauingenieure und die Hersteller von Fertighäusern momentan große Anstrengungen, um den Energieverbrauch zu senken.

 

In einem so genannten Niedrigenergiehaus kommen verschiedene Strategien zur Senkung des Energiebedarfs zum Einsatz. So werden zum Beispiel die Außenwände wesentlich dicker gedämmt, als bei einem Einfamilienhaus nach heutigem Standard. Auch wird darauf geachtet, dass große Fenster zur Sonnenseite nach Süden ausgerichtet werden, wo sie den ganzen Tag über zusätzliche Wärme durch einfallende Sonnenenergie sammeln können.

 

(c) Johannes Gerstenberg / Pixelio
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Weitergehen andere Formen des Niedrigenergiehauses, wie das Drei-Liter-Haus oder das Passivhaus. Passiv ist dieses Haus insofern, als es komplett ohne zusätzliche Heizung auskommt, und sich nur über das einfallende Sonnenlicht, die Abwärme seiner Bewohner und Elektrogeräte und neueste Erdewärmetechnologie beheizen lässt. Im allergünstigsten Fall und entsprechender Nutzung von Sonnenkollektoren und Erdwärme erzeugt ein solches Passivhaus sogar einen Energieüberschuss, der als elektrischer Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden und damit zusätzliches Einkommen generieren kann.

 

Solche Plus-Energiehäuser sind jedoch momentan noch in der Anschaffung sehr teuer und daher beinahe als experimentell zu bezeichnen. Durch den Preisanstieg der fossilen Energieträger wurde die Entwicklung energieeffizienterer Häuser in den letzen Jahren rapide beschleunigt. Insgesamt gilt, dass die Kosten der Hausverwaltung eines Niedrigenergiehauses erheblich geringer sind als die einer normalen Immobilie. Auch der Wiederverkaufswert energiesparender Häuser wird wohl in der Zukunft höher liegen, als der eines Hauses, bei dem nicht auf energiesparende Bauweise Wert gelegt wurde.

 

Schon heute zeichnet sich ein höherer Wertverlust ab für Immobilien, die aufgrund spezieller Bauweisen oder auch eines veralteten Heizungssystems einen Mehrbedarf an Heizkosten ausweisen. Dieser Trend wird sich in der Zukunft verstärken und dazu führen, dass sich mehr und mehr Bauherren für ein Niedrigenergiehaus entscheiden werden.

Fertigteilhaus

Immer mehr zukünftige Bauherren entscheiden sich für ein so genanntes Fertigteilhaus. Dabei entsteht das Haus nicht hauptsächlich am Bauplatz, sondern die einzelnen Elemente für Wände und Decken werden industriell vorgefertigt und vor Ort einfach nur noch zusammengesetzt. Trotzdem muss ein Fertighaus qualitativ auf keinen Fall schlechter sein, als ein konventionell gebautes Einfamilienhaus. Man sollte natürlich auf einen anerkannten Anbieter achten und nicht unbedingt das billigste Angebot als das beste einschätzen.

 

Die meisten Anbieter zeigen ihre Fertighaustypen in so genannten speziellen Musterhaussiedlungen. Dort kann man die verschiedenen Modelle komplett bezugsfertig begutachten und sich einen Eindruck von der Architektur und den Dimensionen der Innenräume, sowie von Verarbeitung und Technik der Häuser verschaffen. Die verschiedensten Stiltypen, vom rustikalen Bauernhaus mit Fachwerkoptik über das Holzhaus in allen Facetten bis hin zur eleganten Villa sind mittlerweile als Fertigteilhaus erhältlich.

 

(c) karl.balaton@gmx.de / Pixelio
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Der Aufbau des neuen Heimes an sich dauert in der Regel nur wenige Tage. Hierbei kann der gesamte Innenausbau auch in Eigenleistung erbracht werden, um die Kosten für den Bauherren möglichst gering zu halten. Im Angebot seriöser Fertighaushersteller findet sich eine Vielzahl möglicher Grundrisse, um den individuellen Bedürfnissen verschiedener Familien gerecht zu werden. Auch kann bei den meisten dieser Haustypen das Dach noch zu einem späteren Zeitpunkt zu zusätzlichen Wohn- oder Arbeitsräumen ausgebaut werden, um Platz für weitere oder veränderte Bedürfnisse zu schaffen.

 

Wie auch bei allen anderen Kaufimmobilien sollte sich der interessierte Bauherr zunächst einen Überblick über das große Angebot an Fertigteilhäusern verschaffen. Es gibt diesen Haustyp nicht nur in den unterschiedlichsten Hausformen, sondern auch in den unterschiedlichsten Preisklassen. Allgemein gilt beim Hausbau, dass der billigste Anbieter jedoch nicht zwingend der günstigste ist.

 

Gute Fertigteilhäuser, ob aus Stein oder Holz, stehen in ihrer Wohnqualität und Langlebigkeit den vor Ort gebauten Immobilien in nichts nach. Auch was die technische und sanitäre Ausstattung angeht, lassen moderne Fertighäuser keinerlei Wünsche offen. Selbst von Architekten individuell geplante Entwürfe lassen sich heutzutage von manchen Anbietern in Fertigteilbauweise realisieren. Selbstverständlich ist es mittlerweile auch möglich, ein Fertighaus zu erwerben, das den verschiedensten Standards im Hinblick auf Energie sparendes Bauen, ja sogar dem Passivhausstandard entspricht.

Haus Mietkauf

Wer sein Haus durch Mietkauf erwirbt, kauft dieses nicht sofort, sondern mietet es. Mit dem Abschluss des Mietkaufvertrages, der in der Regel eine Laufzeit von zehn, zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre hat, hat der Mieter eine Option auf den späteren Kauf der Immobilie nach Ablauf dieser Frist. Findet dieser Kauf zu einem späteren Zeitpunkt statt, so wird die gesamte, zuvor gezahlte Miete auf den Kaufpreis angerechnet. Dies hat den Vorteil, dass sich der Mieter und spätere Käufer nicht sofort für den Abschluss eines Kaufvertrages entscheiden muss, aber trotzdem Eigentümer der bewohnten Immobilie werden kann.

 

Auch wer sich für ein Haus zum Mietkauf entscheidet, kann aus der gesamten Palette der verschiedenen Haustypen wählen. Man hat die freie Auswahl, wenn es darum geht, sich für ein Massivhaus, ein Fertigteilhaus, ein Niedrigenergiehaus, ein Holzhaus, ein Blockhaus oder ein Passivhaus zu entscheiden. Viele Anbieter von Fertighäusern haben für die Finanzierung eines Einfamilienhauses unterschiedliche Finanzierungsmodelle im Angebot. Hierzu gehören unter anderem der Mietkauf und das ihm verwandte Optionskaufmodell, das wie oben beschrieben eine spätere Kaufoption für die zur Miete bewohnte Immobilie beinhaltet.

 

(c) vivitoart / Pixelio
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Generell sollte jede Familie und jeder Alleinstehende jedoch genau prüfen, welches Modell der Finanzierung für das neue Domizil im ganz individuellen Fall das Beste ist. Dabei gibt es einige Faktoren, wie das Eigenkapital, den momentanen Zinssatz, das monatliche Gehalt und die Arbeitsplatzsicherheit zu berücksichtigen, um unter allen gegebenen Umständen die jeweils beste Lösung zu finden.

 

Auch gilt es zu berücksichtigen, dass bestimmte Haustypen, wie zum Beispiel das Massivhaus, vor allem aber energiesparende Hausmodelle, wie das Niedrigenergiehaus und das Passivhaus, nach Ablauf der vertraglich festgelegten Mietzeit einen höheren Restwert besitzen, als zum Beispiel ein preisgünstig errichtetes Fertighaus oder eine Immobile, die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters bereits einer Grundsanierung bedarf.

 

Zu prüfen ist außerdem, ob die zu zahlende monatliche Miete nicht höher ist, als die allgemeine, ortsübliche Miete. Auch sollten keinerlei Einmalzahlungen vereinbart werden. Zu dem Abschluss des Mietkaufvertrages sollte auch en Notar hinzugezogen werden. Selbstverständlich sollte darüber hinaus das Recht, einen späteren Kauf der Immobilien nicht zu vollziehen, vertraglich festgelegt werden, ohne dass es zu weiteren Forderungen kommen kann.

 

Fachwerkhaus

Wer in Deutschland ein altes Bauernhaus kaufen möchte, sucht häufig ein Fachwerkhaus. Diese Bauweise ist typisch für unsere Breiten, denn von der Antike bis ins 19. Jahrhundert wurden in Deutschland und den Nachbarländern Häuser dieser Bauform errichtet. Auch heute noch entwickelt das meist farbig abgehobene sichtbare Fachwerk aus Holzbalken seinen ganz eigenen Reiz, der diese Häuser zu begehrten Objekten macht. Für viele Bauherren ist es attraktiv, ein altes Fachwerkhaus nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen zu renovieren und ihm neues Leben ein zu hauchen.

 

Beim Fachwerkhaus handelt es sich um ein so genanntes Massivhaus. Das heißt, es wurde massiv aus Holzbalken, Naturstein oder Ziegeln und Lehm gebaut. Solche Häuser können immer wieder neu renoviert werden, und verlieren oft auch über Jahrhunderte nicht ihre hervorragenden Eigenschaften, was Dämmung und Feuchtigkeitsregulierung angeht. In den alten Gemäuern herrscht durch die Verwendung von Lehmputz bei fachgerechter Renovierung auch heute noch ein optimales Raumklima, was viele Bewohner als Vorteil gegenüber einem Neubau zu schätzen wissen.

 

(c) dido-ob / Pixelio
(c) dido-ob / Pixelio

Durch die verschiedenen Arten der Fachwerkbauweise in Deutschland weist die äußere Form eines Fachwerkhauses auch immer einen starken regionalen Bezug auf. Man kann an der Anordnung des Fachwerks und anhand der verwendeten Materialien erkennen, in welcher Region des Landes das Haus steht. Dieser Aspekt hat für viele Hausbesitzer einen besonderen Reiz, hat doch die Architektur des Hauses einen starken regionalen Bezug innerhalb einer mehr und mehr globalisierten Welt. Ein Fachwerkhaus bewahrt ein Stück regionale Tradition, lässt sich aber bei entsprechendem Ausbau trotzdem vollkommen modern nutzen.

 

In ein altes Fachwerkhaus lassen sich bei entsprechender Fachkenntnis alle Annehmlichkeiten heutiger moderner Wohngebäude integrieren, es müssen keinerlei Abstriche gemacht werden, was sanitäre Anlagen, elektrische Leitungen oder moderne Heizsysteme angeht. Durch die Größe mancher Häuser lassen sich auch Lösungen denken, bei der mehrere Haushalte unter einem Dach Platz finden können, da sich die ehemaligen Wirtschafträume zu Wohnräumen umbauen lassen. Dies ist vor allem interessant für Bauherren, die über eine zukünftige Hausvermietung nachdenken.

 

Selbstverständlich gibt es heute auch neu zu bauende Fachwerkhäuser, sogar in Fertigbauweise. Viele Anbieter versuchen mit liebevollen Entwürfen diese schöne alte Bautradition nicht verschwinden zu lassen.

Hausverkauf

Möchte man sein Haus verkaufen, so empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Makler. Ein Immobilienmakler ist ein Fachmann für den Verkauf von Häusern und Wohnungen. Der Makler oder die Maklerin kennt alle zu unternehmenden organisatorischen und verwaltungsrechtlichen Schritte, die anfallen, wenn ein Haus oder eine Wohnung den Besitzer wechseln soll. Auch geht ohne einen Notar ein Hausverkauf und der damit verbundene Eintrag im Grundbuch nicht vonstatten.

 

Von dem Preis, der einmal für das Einfamilienhaus erzielt werden soll, müssen also die Gebühren für den Makler und den Notar abgezogen werden. Auch sollte darüber nachgedacht werden, die Immobilie vor dem Verkauf etwas „aufzuhübschen“. Wenn man eine Wohnung, ein Reihenhaus oder ein freistehendes Einfamilienhaus über eine lange Zeit bewohnt, so sammelt sich in den meisten Fällen allerhand Gerümpel an, das über die Jahre aufgehoben wurde, weil man sich aus den verschiedensten Gründen nicht davon trennen konnte und wollte.

Vor dem Verkauf der Immobilie ist der richtige Zeitpunkt, sich von diesen Dingen zu trennen. Insgesamt machen Wohnräume einen helleren und saubereren Eindruck, je weniger Einrichtungsgegenstände darin sind.

(c) Rainer Sturm / Pixelio
(c) Rainer Sturm / Pixelio

Zudem können sich eventuelle Käufer eine wesentlich bessere Vorstellung davon machen, wie sich ihre eigenen Möbel einmal in den Wohnräumen machen werden, wenn diese nach Möglichkeit leer sind. Auch sollten die momentanen Bewohner eines Hauses nicht bei einem Besichtigungstermin anwesend sein. Diesen sollte man den Makler allein durchführen lassen, um die Interessenten möglichst ohne Hemmungen Fragen stellen lassen zu können. Für viele Hausbesitzer, die in ihrer Immobilie ja auch selbst wohnen, ist ein solcher Termin, bei dem sich Fremde ohne jede Scheu durch alle Räume des Hauses bewegen können und müssen, auch nicht besonders angenehm.

 

Bevor man über einen Verkauf seiner Immobilie nachdenkt, sollte man auf jeden Fall prüfen, ob nicht die Alternative einer Hausvermietung in Betracht kommt. Diese kann unter Umständen wesentlich lukrativer sein, und die materielle Sicherheit, die eine eigene Immobilie bietet, bleibt nach wie vor bestehen. Bei einer Hausvermietung generiert das Haus ein zusätzliches monatliches Einkommen, gleichzeitig bleibt selbstverständlich die Option, das Haus zu einem späteren Zeitpunkt ja immer noch verkaufen zu können.

Haushaltsauflösung

Bei einer Haushaltsauflösung werden die Gegenstände, die einmal das Leben in einem Einfamilienhaus oder einer Wohnung ausgemacht haben, entweder weiterverkauft oder entsorgt. Zur Organisation einer Haushaltsauflösung gehört daher zunächst die Aufteilung der Haushaltsgegenstände in noch verwertbare und nicht mehr verwertbare Dinge. In einem Haushalt befinden sich Möbel, Haushaltsgeräte, Bücher, Bilder und Schmuckelemente, wie Gardinen oder Teppiche. Hier gilt es jetzt zu entscheiden, ob der Restwert der Einrichtungsgegenstände die Organisation ihres Verkaufs, ihren Ausbau oder gegebenenfalls ihre Instandsetzung rechtfertigt. Die gesamte Organisation nimmt viel Zeit in Anspruch, weshalb es auch sehr viele, auf Haushaltsauflösungen spezialisierte Dienstleister gibt.

 

Der Verkauf gebrauchter Einrichtungsgegenstände kann über einen Antiquitätenhändler oder sogar Auktionator erfolgen, wenn es sich um Gegenstände mit einem hohen Restwert handelt. Eine weitere beliebte Variante für den Verkauf ist hierzulande der Flohmarkt, oder in den USA der so genannte „Garage Sale“. Dieser erfreut sich auch in diesen Breiten wachsender Beliebtheit. Dabei werden alle Haushaltsgegenstände, für die noch ein Restwert vermutet wird, vor dem Einfamilienhaus aufgebaut und an Passanten oder vorbei fahrende Interessenten verkauft. Was übrig bleibt, wird mit den anderen, nicht mehr verwertbaren Gegenständen entsorgt.

Für die Entsorgung bei einer Haushaltsauflösung empfiehlt es sich aufgrund der großen Menge an Dingen, die einen Haushalt einmal ausgemacht haben, bei einem Entsorgungsunternehmen einen Container zu mieten. Dieser wird befüllt und dann abgeholt, wobei die Entsorgungspreise wesentlich günstiger sind, als beim üblichen Hausmüll.

 

(c) frablende / Pixelio
(c) frablende / Pixelio

Zu beachten ist, besonders bei gemieteten Häusern oder Wohnungen, dass natürlich auch eventuell anstehende Renovierungsarbeiten zur Haushaltsauflösung gehören. Daher ist die Zeitspanne, die für die Auflösung des Hauses oder der Wohnung benötigt wird, auf keinen Fall zu unterschätzen. Meist steht mit dem Auszugstermin ein Datum fest, an dem der Wohnraum zumindest besenrein übergeben werden soll. können selbstverständlich nicht beginnen, bevor nicht alle zu entfernenden Einbauten und Möbel aus den Wohn- und Abstellräumen verlagert wurden. Auch Teppichböden und Strukturtapeten müssen in der Regel aus Mietwohnungen herausgenommen werden.

 

Selbstverständlich gibt es aber für alle Phasen der Haushaltsauflösung einen professionellen Dienstleister, der auch schon vorab eine präzise Einschätzung über die benötigte Zeit abzugeben in der Lage ist.

Ausbauhaus

Die meisten Anbieter von Fertigteilhäusern bieten ihre Immobilien auch in der Variante als Ausbauhaus an. Diese Art des Fertighauses, manchmal auch Mitbauhaus genannt, lässt es zu, dass Teile des Baus von den zukünftigen Besitzern, die das Haus ja in der Regel auch bewohnen werden, in Eigenleistung erbracht werden. Das können nur kleine Teile des Innenausbaus sein, es gibt aber auch Bauherren, die zum Beispiel den Keller selbstständig errichten, auf den dann die Bodenplatte des Fertighauses vom Anbieter installiert werden kann. Grundsätzlich lässt der Gesetzgeber hier einen sehr weiten Gestaltungsrahmen; eine Vereinbarung zu treffen, obliegt also Bauherren und Fertighausanbieter gemeinsam.

 

Bei der Finanzierung für ein Ausbauhaus wird der in Eigenleistung erbrachte Teil des Ausbaus dem Eigenkapital zugeschlagen. Der Volksmund spricht hier auch von der so genannten Muskelhypothek. So bietet diese Variante des Fertighauses eine sehr interessante Alternative, da sie bereits mit weniger tatsächlich vorhandenem Eigenkapital finanziert werden kann, und die Zeit und die Arbeitskraft des oder der Bauherrn mit einbezieht.

Ob Fachwerkhaus, Holzhaus, Landhaus, Villa oder Bungalow – wie auch bei konventionellen Fertighäusern ist selbstverständlich auch das Ausbauhaus in den verschiedensten Formen und Typen erhältlich. Bei den in Eigenleistung erbrachten Teilen des Hauses bieten sich dem kreativen Bauherren sogar noch mehr gestalterische Möglichkeiten, als bei einem Haus, das schlüsselfertig von einem Anbieter errichtet wird. Individualität wird groß geschrieben.

(c) uwest / Pixelio
(c) uwest / Pixelio

Zukünftige Bauherren, die sich für Ausbauhäuser interessieren, sollten sich jedoch auch sehr genau darüber im Klaren sein, wie viel der Bauleistung tatsächlich selbst erbracht werden kann. Bei allem Gestaltungswillen sollten doch die eigenen Grenzen sehr genau bewusst sein, um den Bau des zukünftigen Eigenheims zügig und reibungslos beenden zu können. Der Anbieter des Ausbauhauses gibt hierzu gerne Ratschläge und ist auch im Stande, einen genauen Überblick über die anfallenden Arbeiten zu geben.

 

Eine weitere Hilfestellung des Hausherstellers kann ein so genanntes Ausbaupaket sein. In einem solchen Paket sind alle für den weiteren in Eigenleistung zu erbringenden Ausbau benötigten Materialien vorhanden und bereits vorkalkuliert. So vermeidet man den Kauf von unnötig vielem Material, das der Hersteller ja tatsächlich wesentlich günstiger beziehen und durch die große Erfahrung mit dem Ausbau genauer berechnen kann.

 

Energiesparhaus

Seit Jahren steigen die Kosten für fossile Brennstoffe. Diese Kosten fallen bei den Betriebskosten für ein Einfamilienhaus immer stärker ins Gewicht, so dass nicht wenige Hausbesitzer und potentielle Bauherren über die Optimierung ihrer Wärmedämmung oder eben über die Errichtung eines so genannten Energiesparhauses nachdenken. Der Begriff Energiesparhaus ist ein Oberbegriff für mehrere unterschiedliche Haustypen.

 

Sie alle zeichnen sich durch eine optimierte Energienutzung für die Heizung des Gebäudes aus. Grundsätzlich verbraucht ein Niedrigenergiehaus nicht mehr als 7 Liter Heizöl pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr. Darüber hinaus gibt es das Drei-Liter-Haus, dessen Name wiederum auf die Menge Heizöl im Verhältnis zu Nutzfläche und Jahresverbrauch verweist. Auch hier gibt es jedoch noch eine eigene Heizung, die in der Regel mit fossilen Energieträgern befeuert werden muss.

 

(c) Johannes Gerstenberg / Pixelio
(c) Johannes Gerstenberg / Pixelio

Einen weiteren Schritt machen die Entwickler beim . Es ist ebenfalls ein Energiesparhaus und kommt völlig ohne eigene Heizung aus, da es über eine optimale Wärmedämmung und große Fenster nach Süden verfügt, so dass allein mit der Sonneneinstrahlung und der durch die vorhandenen Elektrogeräte erzeugten Wärmeenergie das gesamte Haus auf angenehme Temperaturen geheizt werden kann. Das Passivhaus überzeugt durch seine extrem niedrigen Betriebskosten und ist so trotz der deutlich höheren Baukosten eine auch finanziell attraktive Alternative zum herkömmlichen Einfamilienhaus.

 

Noch einen Schritt weiter geht das Null-Energie-Haus oder das Plus-Energie-Haus. Dieses Energiesparhaus kommen ohne jede zusätzlich zugeführte Energie aus, da sie Technologien wie Erdwärme und Sonnenkollektoren benutzen, um eine völlig unabhängige Energieversorgung zu gewährleisten. Das Plus-Energie-Haus ist sogar in der Lage, nicht benötigte Energie in das öffentliche Stromnetz ein zu speisen. Diese Haustypen sind jedoch noch sehr teuer in der Anschaffung und werden daher erst bei weiterhin stark steigenden Energiepreisen wirklich attraktiv.

 

Grundsätzlich steigt jedoch das Interesse an Eigenheimlösungen mit verringertem Energiebedarf. Dies liegt zum einen natürlich an den stetig steigenden Preisen für fossile Energieträger, zum anderen aber auch am gestiegenen Bewusstsein für die negativen Folgen der CO2-Belastung und dem drohenden Klimawandel. Deshalb wird das Energiesparhaus auch in besonderem Maße durch die Bundesregierung gefördert, um Bauherren einen zusätzlichen Anreiz dafür zu geben, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Dachausbau

Grundsätzlich lässt sich bei jedem Haus das Satteldach zu einem oder mehreren zusätzlichen Wohn- oder Arbeitsräumen, sowie zu Badezimmern oder einer Küche ausbauen. Dies funktioniert beim städtischen Mehrparteienhaus ebenso, wie beim modernen Einfamilienhaus, einem alten Fachwerkhaus oder sogar dem rustikalen Blockhaus. Je nach vorgesehener Nutzung ist dies aber mehr oder weniger aufwändig. Der Dachausbau sorgt für viel mehr Platz – aber auch hohe Kosten!

Im Einzelnen gibt es verschiedene Varianten für den Dachausbau, es kommt ganz drauf an, was das Ziel der Baumaßnahme ist. Will der Bauherr zum Beispiel nur zusätzliche Schlafräume unter dem Dach schaffen, so genügt es, eine zusätzliche Wärmedämmung zu schaffen, für stabile Holzböden zu sorgen und natürlich eine sicher begehbare Treppe in den Raum hinauf zu bauen. Zumindest über ein Elektrokabel für einen Stromanschluss und eine Erweiterung der Zentralheizung sollte außerdem nachgedacht werden. Zu bemerken ist außerdem, dass die erweiterte Dämmung des Raumes unter dem Dach für eine Heizkostenersparnis im gesamten Haus sorgt.

(c) RainerSturm / Pixelio
(c) RainerSturm / Pixelio

Will man jedoch zusätzlich noch ein Badezimmer neben die Schlafzimmer installieren, so muss bei Dachausbau schon ein zusätzlich Wasseranschluss und natürlich auch ein zusätzlicher Abwasseranschluss gelegt werden. Außerdem sollte der Raum gefliest werden, um Wasserschäden an den schon zuvor bestehenden Räumen zu vermeiden. Auch über den Einbau eines oder mehrerer zusätzlicher Fenster sollte nachgedacht werden, um die neu entstehenden Räume auch mit ausreichend Tageslicht zu versorgen.

Die zumeist großen Räume ohne Zwischenwände eignen sich auch hervorragend als Büroräume, auch hier sollte es jedoch ausreichend Tageslicht geben um eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Auch klimatische Bedingungen müssen beim Dachausbau berücksichtigt werden. Es gilt zu bedenken, dass sich Räume unter dem Dach im Sommer eher aufheizen, als tiefer liegende Räume, allein schon aus diesem Aspekt sollten die Fenster nicht allzu klein sein.

Viele Hausbesitzer nutzen die hohe Position der zusätzlich ausgebauten Räume unter dem Dach auch, um einen nicht einsehbaren Balkon zu schaffen, und sich so zusätzliche Privatsphäre in ihrem Eigenheim zu sichern. Bei Balkonen gilt natürlich besonders, wie beim Dachausbau allgemein, auf die Statik des Hauses zu achten. Grundsätzlich muss jeder  in dieser Größe durch das Bauamt genehmigt werden und in der Regel durch einen Bauingenieur abgenommen werden. Hierbei sollte man sich zunächst an die zuständige Behörde wenden, um die genauen Bedingungen für den Dachausbau zu erfahren.

Ebenfalls sollte man evtl. den Dachdecker fragen, was in Bezug auf die Dämmung oder ähnlichen zu beachten ist.