Schieblehre

Schieblehren, Schublehren oder Messschieber sind Messwerkzeuge für Längen. Sie sind aus vielen Arbeitsbereichen nicht wegzudenken und multifunktionell.
Mit Hilfe einer Schieblehre können durch gegeneinander verschiebbare Messschenkel und einer Markierung am Schaft beispielsweise sowohl Innen- als auch Außendurchmesser, Materialstärken, Bohrtiefen millimetergenau gemessen werden.

Eine Feststellvorrichtung (Arretierschraube) am Messgerät erlaubt die sichere Verwendung als Lehre.

© Winternitz / PIXELIO
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Digitalanzeigen sind an höherwertigen Messlehren oft Standard heutzutage.

Die Darstellungsvereinfachung des Messwertes beeinflusst aber nicht die Genauigkeit vom jeweiligen Messverfahren.Messungenauigkeiten einer guten Schieblehre liegen im Bereich um 0,02 mm.

Wer präzisere Werte benötigt, der sollte zu anderen Messverfahren, zum Beispiel der Mikrometerschraube wechseln. Messfehler können durch sachgemäße Handhabung von Messschiebern reduziert werden.

Die Industrienorm DIN 862 beschäftigt sich mit den Anforderungen an Messschieber aller Art und Beschaffenheit.
Historisch betrachtet, hatten schon vorchristliche Zivilisationen, wie die Griechen und Römer das Prinzip einer Schieblehre mit verstellbaren Messschenkeln für sich verwendet.

Heutige Weiterentwicklungen gipfeln in Modellen mit analoger Rundskala oder digitaler Anzeige mit einer Option auf Weiterverarbeitung der gemessenen Daten durch Computersysteme (Datenschnittstelle).

Schieblehren haben im Regelfall Messflächen aus gehärteten und vergüteten Stählen aufzuweisen, das verringert etwaige Abnutzung und hält Messtoleranzen in engerem Rahmen. Der richtige Aufbewahrungsort für eine jede Schieblehre ist das Etui oder die Schachtel in der sie geliefert wurde. Im Werkzeugkasten ungeschützt aufbewahrt, unterliegt das empfindliche Messgerät der Gefahr, Schaden zu erleiden und später Messfehler zu produzieren.

Waffenschrank

Unter einem Waffenschrank versteht man ein Aufbewahrungsmöbel oder eine Art von Tresor (Waffentresor) für die sichere Unterbringung von Schusswaffen jeglicher Art.

Jäger bewahren hier Jagdflinten, Militärpersonal und Staatssicherheitskräfte ihre Ordonnanzwaffen und Sportschützen ihre Waffen nebst der dazugehörigen Munition auf. Ein Waffenschrank muss verschließbar sein und der Schlüssel dazu an zugriffsicherer Stelle versteckt sein oder bei sich getragen werden.

Waffenschränke gibt es auch mit „Keypad“, also Tasteneingabefeld, zum Entriegeln oder einer mit RFID (Magnetchip) gesteuerter Zugriffssicherung per Codekarte.
Die Baumasse eines Waffenschrankes sind variabel, benötigte Mindestinnenmaße sind von der Beschaffenheit und den Abmessungen Ihrer Waffen abhängig.

© Siegfried Fries / PIXELIO
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Faustfeuerwaffen bedingen keine nennenswerte lichte Innenhöhe, erforderliche Maße für Langwaffen sind aber bauartbedingt individuell zu ermitteln. Etwaige und projektierte Erweiterungen der Waffensammlung oder die Munition sollten auch ausreichend Stauraum vorfinden.

Der § 36 des Waffengesetzes zur „Aufbewahrung von Waffen oder Munition“ besagt, dass ein geeigneter Waffenschrank von jeder Person bereitzuhalten ist, die eine Berechtigung zum Besitz oder zum Führen einer Waffe hat. Dieser Waffenschrank muss mindestens die Richtlinien der DIN/EN 1143-1 erfüllen und einen Widerstandsgrad 0 (Stand Mai 1997) haben – oder den Vorschriften für geeignete Waffenbehältnisse nach der Sicherheitsstufe B nach VDMA 2) 3) 24992 (Stand Mai 1995) entsprechen.

Besondere Vorschriften gelten ab zehn unterzubringenden Schusswaffen, hierzu können Sie bei den Dienststellen der Kriminalpolizei oder auch im Internet nähere Informationen bekommen. Im Übrigen gelten entsprechend abgesicherte Räumlichkeiten auch als ausreichende Aufbewahrungsorte. Waffen und Munition sind natürlich immer getrennt zu lagern.

Gartendekoration

Die Gartendekoration nimmt mittlerweile einen immer größer werdenden Stellenwert ein.

Bis vor wenigen Jahren wurde auf die Dekoration des Gartens wenig Wert gelegt- ein angelegter Rasen nebst Blumenbeet sowie eine kleine Terrasse waren völlig ausreichend.

Heute wird weitaus mehr Aufwand betrieben, beinahe entsteht der Eindruck, als würden Nachbarn um den schönsten Garten buhlen.

Die Auswahl der heutigen Gartendekorationsartikel ist umfassender denn je. Bevor man seinen kompletten Garten mit allerlei Dekorationsartikeln vollstellt, sollte man deshalb vorher ein genaues Bild im Kopf haben, wie der Garten gestaltet werden soll und welche Pflanzen im Garten Platz finden sollen.

Viele Gartenbesitzer bevorzugen ein mediterranes Flair, das an den letzten Urlaub in ein südlich gelegenes Land erinnert. Mit den richtigen Pflanzen und der passenden Gartendeko lässt sich dieser mediterrane Stil leicht erzeugen. Im Handel werden Pflanzkübel, Blumentöpfe und -kästen in allen erdenklichen Variationen angeboten.

© Winternitz / PIXELIO
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Zur heutigen Gartendekoration gehören zum einen Gartenmöbel, die beispielsweise in Pavillons oder auf der Terrasse platziert werden. Eine passende Gartenbeleuchtung erzeugt auch in den Abendstunden eine gemütliche Atmosphäre.

Dekorationsartikel können einerseits einfach zur optischen Verschönerung des Gartens dienen. Dies kann zum Beispiel mittels Figuren aus Naturstein, Windrädern, Windspielen und Mobiles erreicht werden.

Andererseits gibt es auch allerlei Artikel, die sehr nützlich sein können, wie beispielsweise Vogelhäuschen, Igelquartiere, Nistkästen und Vogeltränken. Sie sorgen dafür, dass heimische Tier- und Vogelarten in Ihrem Garten überwintern.

© Rike / PIXELIO
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Mit viel Fantasie lässt sich der Garten zu jeder Jahreszeit passend dekorieren. Im Frühjahr kann die Gartendekoration auf das Osterfest abgestimmt werden, im Sommer sorgen die leuchtenden Farben der Blumen für einen Hingucker, die mit allerlei Dekoartikeln kombiniert werden können.

Und auch der Herbst eignet sich hervorragend zum Umdekorieren, wobei Gartenlaternen und das passende Licht für stimmungsvolle Abende sorgen und den Garten rustikal erscheinen lassen. Und zu guter Letzt kann der Garten im Winter natürlich weihnachtlich dekoriert werden. An Ideen wird es wohl kaum mangeln.

Eine passende und fantasievolle Gartendekoration sorgt für einen doppelt schönen Garten. Die Zeiten, in denen der Gartenzwerg über den Garten wachte, sind wohl endgültig vorbei.

Fensterbänke

Bei der Wahl der Fensterbänke kann der Bauherr aus mehreren geeigneten Werkstoffen wählen. Naturstein oder Kompositmaterialien, modernste Verbundplatten oder solche aus Holz oder Metall. Innenarchitekten, Ausbauer und Bauherren haben hier ein großes Spektrum geeigneter Fensterbänke zur Auswahl. Nur der Geschmack der Bauherren und deren verfügbares Budget hierfür sind da letztendlich ausschlaggebend.

Fensterbänke erfüllen auch gewisse Zwecke und dienen nicht nur der Zimmeroptik, daher sind manche Optionen im Vorfeld zu besprechen und sorgfältig zu planen.

Eine Fensterbank muss zwingend tritt- und kippsicher montiert sein. Nicht eingeputzte Fensterbänke können das auch, bedürfen aber einer besonderen Verankerung oder Montagetechnik.

Fensterbänke mit Neigungswinkel im Außenbereich zum Ablauf des Regenwassers sollten möglichst einen Trittschutz montiert haben oder eine rutschsichere Oberfläche aufweisen.

Innenfensterbänke sind im Idealfall sicher und planeben montiert. Auf eine ausreichende Breite ist ebenfalls zu slots achten, denn die Reinigung der Fensterflächen und –rahmen bedarf einer Mindestarbeitsfläche.

Die dekorativen Aspekte der Fensterbank werden durch Blumentöpfe oder anderen aufgestellten Zierrat so richtig erst später zur Geltung kommen. Bei der Bauplanung oder einem Fensterbanktausch sind solchen Optionen noch keine Rahmen gesteckt und sollten berücksichtigt werden. Erst die fertige Fensterbank steckt hier den Rahmen ab.

Die Industrie liefert fast jedes Wunschmaß aus dem ausgewählten Werkstoff. Gemeinsam mit dem Fensterrahmen dichtet die Fensterbank auch zum Mauerwerk hin ab.

Bei Austauschfensterbänken ist auf ein reibungsloses Öffnen und Schließen der Fenster zu achten. Der ortsansässige Fachhandel bietet in vielen Fällen eine kostenfreie Beratung an, die von Kunden gerne in Anspruch genommen wird.

Elektroheizkörper

Mit Elektroheizkörpern bezeichnet man Heizgeräte, deren primäre Heizquelle die Umsetzung elektrischen Stroms aus einer haushaltsüblichen Steckdose oder per fest installierter Stromeinspeisung ist. Eine weitere Brennstoffzuführung durch Gas, Kohle oder Öl erfolgt beim Elektroheizkörper nicht.

Solche Heizkörper können als mobile Geräte konzipiert sein und heizen beispielsweise die Flüssigfüllung eines Radiators intern per Heizdrahtsystem. Mobile Raumheizungen anderer Bauweisen gibt es auch, diese führen Umluft mittels eingebauten Gebläsen an Glühwendeln vorbei und erzeugen so an der Luftaustrittsseite einen warmen Luftstrom.

Diese Geräte nennt der Fachhandel auch Heizlüfter. Mobile Elektroheizungen der dritten Art sind Erzeuger infraroter Wärmewellen. Infrarotstrahlung ist nicht sichtbares Licht aus physikalischer Sicht, es kann reflektiert werden und muss einen gewissen freien Raum vor dem Abstrahlbereich aufweisen. Elektrobetriebene Plattenheizungen findet man selten im häuslichen Einsatz, sie eignen sich vorwiegend als reine Fußheizung in Außenbereichen, wie Markthandel oder für Wachhäuschen.

Neben den mobilen und beweglichen Elektroheizkörpern gibt es noch die stationären und fest installierten Varianten. Hier hatte man es früher vorwiegend mit so genannten Nachtspeicheröfen zu tun. Diese hatten den in der Nacht zu Vorzugspreisen gelieferten Strom intern umgesetzt und damit innen liegende Natur- oder Kunststeine aufgeheizt.

Schwachgebläse führten dann auf Abruf tagsüber die Umluft über die Heizspeicher und gaben einen wärmeren Luftstrom in den Raum ab. Als stationäre Heizquellen in Toiletten oder Badezimmern waren früher offene Glühelemente mit entsprechenden Reflektoren sehr beliebt. Aus Sicherheitsgründen verwenden Bauherren lieber Miniaturheizlüfter mit Thermostaten (Frostwächter).

Modernere Elektroheizkörper gibt es auch, hier geben die Verbraucher der Bequemlichkeit und der schnell verfügbaren Raumwärme den Vorzug vor der Effektivität.

Kabelverbinder

Unter dem Begriff Kabelverbinder sind alle möglichen Kabelendhülsen, Kabelschuhe, Press- und Quetschkabelschuhe sowie Steckverbinder zusammengefasst.

Je nach Art und Beschaffenheit der erforderlichen Verbindung müssen Kabelverbinder den elektrischen Strom sicher weiterleiten und obendrein mechanischen, thermischen oder anderen Belastungen standhalten.

Drähte und Kabel dienen der Stromführung und sind aus Sicherheitsgründen mit einer Umhüllung, dem Isoliermaterial versehen. An den Enden muss jedoch das Isoliermaterial entfernt sein, um eine fachgerechte Kabelverbindung herzustellen. Kabel haben eine, zwei oder noch mehr Kabeladern aus Kupfer, Kupferlitze oder einem anderen, den Strom leitenden Metall.

Passende Kabelverbinder für jeden Zweck hält der Fachhandel bereit!

Im automobilen Sektor spielen bei den 12 Volt Gleichstromkabeln mit kleineren Kabelquerschnitten die Aspekte der Sicherheit keine lebenswichtige Rolle. Daher werden beim Automobil vielfach einfache Quetschkabelschuhe verwendet, die kosten nur wenig Geld und sorgen für Energie an Zubehörteilen, Beleuchtungseinrichtungen und anderen Aggregaten. Eine einfache, manuelle Quetschzange reicht dem Bastler hier aus. Quetschkabelschuhe sind im Fachhandel für Autozubehör in farbkodierten Größen erhältlich. Jede Farbe entspricht hier einem verwendbaren Kabelquerschnitt. In Gefahrenbereiche hinsichtlich der Stromstärke kommt man beim Kfz. meist nur an der Zündanlage selber.

Kabelverbindungen im häuslichen Bereich mit seinen 220 Volt Wechselstrom oder 380 Volt Drehstrom sind ausgebildeten Elektrohandwerkern vorbehalten. Hier sind sicherheitsrelevante Arbeitsweisen, Spezialwerkzeuge und Kabelverbinder nicht von Laien zu handhaben. Presskabelschuhe in diesem Profibereich müssen mit Spezialwerkzeug befestigt werden, um die Sicherheit gegen Herausfallen, Herausziehen von Kabelenden und Kurzschlüsse zu vermeiden.

Die Isolation stromleitender Kontaktflächen muss gewährleistet sein und gearbeitet werden darf nur an nicht spannungsführenden Komponenten. Alle Kabelverbindungen sollten vom Fachmann inspiziert und abgenommen sein, bevor der Strom in dem Bereich nach dessen O.K. wieder eingeschaltet werden kann.

Vorfälligkeitsentschädigung

Will ein Kreditnehmer seinen Bankkredit mit fester Laufzeitbindung vorzeitig ablösen, muss er an sein Kreditinstitut eine Entschädigung zahlen, die den Namen Vorfälligkeitsentschädigung oder Vorfälligkeitsentgelt trägt.

Grundsätzlich besteht bei grundpfandrechtlich gesicherten Darlehen vor dem Ablauf der Zinsbindungsfrist kein Recht auf eine vorzeitige Kündigung- weder von Seiten des Kreditinstitutes, noch von Seiten des Kreditnehmers. Während der Zinsbindung ist das Kreditinstitut verpflichtet, sich an den vereinbarten Zinssatz zu halten, auch wenn dieser im Laufe der Zeit gestiegen ist. Der Kreditnehmer verpflichtet sich wiederum bei der Vertragsunterzeichnung, dass er die Finanzierung auch bis zum Ende der Zinsbindung bedienen wird.

Die Vorfälligkeitsentschädigung dient dem Kreditinstitut deshalb als Entschädigung für den entstandenen Zinsschaden, wenn der Kreditnehmer vorzeitig seinen Kredit ablöst. Hinzu kommt eine Bearbeitungsgebühr, die auf den errechneten Zinsverlust aufgerechnet wird.

© Thommy Weiss / PIXELIO
© Thommy Weiss / PIXELIO

Besonders in der letzten Zeit wird über die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung gestritten, da sie gesetzlich in Deutschland nicht eindeutig festgelegt ist und manche Banken wahre Fantasiepreise in Anspruch nehmen. Neuerdings hört man allerdings immer wieder von Fällen, in denen die Gerichte zum Vorteil der Bankkunden urteilten und den Banken die überhöhten Gebühren nicht zusprachen.

Wer während der Laufzeitbindung eines Kredites überraschend zu Geld kommt und seinen Kredit vorzeitig ablösen möchte, sollte sich bei seinem Kreditnehmer erkundigen, wie hoch die Vorfälligkeitsentschädigung ausfällt. Dieser Fall könnte beispielsweise bei einer Erbschaft eintreten oder wenn man wegen eines möglichen Umzugs seine Hausbank wechseln müsste.

Kreditnehmer können hier nur auf die Kulanz ihrer Hausbank hoffen, dass diese die Vorfälligkeitsentschädigung nicht in unermesslicher Höhe berechnet.
Im Zweifelsfall kann man die etwaige Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung über einen Kreditsachverständigen berechnen lassen. Sollte die Bank eine wesentlich höhere Entschädigung verlangen, bleibt dem Kreditnehmer lediglich der Weg vor Gericht.

Gewächshausheizung

Pflanzen jeglicher Art haben einen optimalen Temperaturbereich, welcher je nach Pflanzengattung für optimalen Wuchs sorgt. Das Gewächshaus ist eine Errungenschaft der Zivilisationen in sub-optimalen Klimazonen.

Nachtfröste werden beispielsweise nur noch von den wenigsten Spezies der Flora schadlos überlebt.
Mit dem Gewächshaus schuf man nun ein Biotop, welches für verbesserte Bedingungen für Bepflanzungen und deutlich erweiterte Pflanzzeiträume sorgte.

Eine möglichst thermostatgesteuerte Heizung der Umgebungsluft im Gewächshaus, verhindert wirkungsvoll Schaden an Nutz- und Zierpflanzen und ermöglicht die Aufzucht von Pflanzen, welche in Europa in Außenbereichen nicht heimisch werden können.Unabhängig von der Größe des zu beheizenden Gewächshauses, ist dessen Wärmeisolation von besonderem Belang. Gewächshausheizungen können auch in mobiler Art verwendet werden.

© Gerhard Fraßa / PIXELIO
© Gerhard Fraßa / PIXELIO

Die Heizleistung solcher Geräte sollte zwingend dem Gewächshausvolumen angepasst sein.Für alle Gewächshäuser empfiehlt sich oft eine portable Öl- oder Petroleumheizung (Frostwächter), solche Geräte sind im Fachhandel unter 50 Euro je Stück zu beziehen.Effizienter sind oftmals gasbetriebene Gewächshausheizungen, der Startpreis für eine solche Heizanlage (bis 50 m³ Luftvolumen) liegt aber bereits jenseits der 100 Euro.

Elektrisch betriebene Heizungen sind zwar bequem und sauber im Gebrauch, deren Einsatz gestaltet sich aber in der Praxis oft hochgradig uneffizient. Neben der erforderlichen Stromversorgung im Gewächshaus selbst ist eine Elektroheizung von der Wärmeleistung auch selten ausreichend dimensioniert.

Den Wettervorhersagen und Frostwarnungen der Wetterämter sollten Gewächshausbetreiber besondere Beachtung schenken.

Edelstahlschrauben

Mit Edelstahl wird ein besonders vergüteter Werkstoff bezeichnet, welcher je nach Bestandteilen und Herstellungsverfahren besondere Eigenschaften aufweist.

Darunter fallen Rostfreiheit, höhere Anzugsdrehmomente sowie eine höhere Abriebfestigkeit und Scher- oder Biegezugfestigkeit. Die korrosionsarmen Varianten können auch Resistenzen gegen bestimmte aggressive Chemikalien innehaben. Edelstahlschrauben werden im Regelfall bei der Produktion von Bauteilen, Zubehör oder Aggregaten aus Kostengründen vermieden, denn sie sind teurer als herkömmliche Schrauben. Nicht jeder rostfreie Stahl ist zwingend auch als Edelstahl zu bezeichnen. Im umgekehrten Fall ist ein als Edelstahl bezeichneter Werkstoff nicht bindend auch rostfrei. Hier geben Industrienormen Auskunft über mögliche Legierungen und besondere Eigenschaften von Stählen. Die Europanorm 10027-2 beschäftigt sich mit den Zuordnungen und Gruppierungen der veredelten Stähle.

Der Einsatz von Edelstahlschrauben als Befestigungs- oder Verbindungselement hat sich dabei in manchem Bereich, auch für den Heimwerker, als sehr zweckmäßig erwiesen und auf breiter Front durchgesetzt.

© Bernd Boscolo / PIXELIO
© Bernd Boscolo / PIXELIO

Schrauben, Muttern und andere Elemente werden industriell gefertigt und man kann im Schraubenfachhandel jede gewünschte Gewindeform und Abmessung bestellen. Lebensmittelrechtliche und andere Verordnungen können Edelstahl als Werkstoff für Arbeitsbereiche wie Lagerhaltung vorschreiben. Auch gibt es Mindeststahlgüten im Ingenieurbau und anderen Einsatzbereichen.

Der Heimwerker und Hausbauer nimmt Edelstahlschrauben wegen ihrer Korrosionsresistenz gerne in Nassbereichen (z.B. Türzargenbefestigung im Bad), dem Wetter ausgesetzten Außenbereichen (z.B. Blitzschutzleitungen) oder für Balkon-, Geländer- oder Handlaufbefestigungen. Selbstverständlich ist der Einsatz höherwertiger Verbindungselemente aus Edelstahl auch an allen schwer zugänglichen Orten empfehlenswert.

Der Schraubenfachhandel hat Berater, welche bei der Auswahl des optimalen Werkstoffes der Schrauben behilflich sind.
Das Investment für dauerhaft ansehnliche und belastbare Verbindungen, zahlt sich mit der hohen Lebensdauer der aus besserem Werkstoff gefertigten Elemente schnell aus.

Brennofen

Als Brennofen bezeichnet der Fachhandel solche Geräte oder Einrichtungen unter den Heizenergielieferanten, bei denen ein Brennstoff in einem Ofen verbrennt und die freiwerdende Energie teilweise über das Gehäuse an die Umluft weitergegeben wird.

Brennöfen erzeugen Abgase, welche durch ein geeignetes System abgeleitet werden müssen. Das kann beispielsweise durch einen Kamin geschehen. Ein Brennofen entzieht der Umgebungsluft im Betrieb den Luftsauerstoff.

Als den Brennstoff mit der längsten Historie darf man, nach Ansicht der Fachleute, das Holz betrachten. Tierische Öle kamen erst später hinzu, dann Kohle in jeder bekannten Form (Holzkohle, Steinkohle, Braunkohle) und Torf. Mineralöle und Gas gesellten sich erst nach der Industrialisierung hinzu. Die mangelnde Effizienz und die negative Ökobilanz bei der Schadstoffentwicklung durch die Verbrennung, besonders bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, (hauptsächlich CO & CO²) verbesserte sich erst etwas durch den Einsatz durchdachter Brennöfen, aber das Hauptproblem lag in der durch Kamine und Schornsteine abgegebene Wärmeenergie an die Außenluft.

© Verena / PIXELIO
© Verena / PIXELIO

Heutige Brennöfen modernster Konzeption und die passende Wahl des Brennstoffes werden einerseits dem Heizbedarf der Bevölkerung gerecht und andererseits schaden sie der Umwelt dabei weniger, als das noch vor ein paar Jahrzehnten der Fall gewesen wäre. Regierungen und deren Richtlinien begünstigen den Neuerwerb mancher Brennöfen für die Raumheizung mit Zuschüssen.

Dem Klimaschutz wird nun durch gezielte Förderung schadstoffarmer Heiztechnologien teilweise Rechnung getragen. Der heutige Bauherr oder Hauseigentümer sollte sich zwingend von einem anerkannten Fachmann beraten lassen. Es gibt viele Optionen, aus denen es zu wählen gilt, wenn Neuerwerb oder eine Umrüstung geplant werden.