Badgarnitur

Unter einer handelsüblichen Badgarnitur werden Badezimmerteppiche bzw. Badezimmermatten verstanden, die das Badezimmer nicht nur verschönern sollen, sondern zusätzlich für Sicherheit im Bad sorgen.

Eine Badgarnitur besteht meist aus vier Teppich-Elementen. Hierzu zählt ein etwa 50×90 cm durchmessender Badezimmerteppich, der seinen Platz vor dem Waschbecken oder in der Mitte des Raumes hat.

Der Badezimmerteppich ist in verschiedenen Größen und Formen im Handel erhältlich. Weiterhin gehört ein Duschvorleger zur Badgarnitur. Der Duschvorleger ist meist halbrund und ermöglicht ein sicheres Aussteigen aus der Dusche. Der dritte Teppich gehört vor das Stand- oder Hänge-WC und wird als WC-Vorleger bezeichnet. Die Form des WC-Vorlegers kann bei den zwei Toilettenmodellen unterschiedlich ausfallen.

Zum Schutz des Toilettendeckels gehört der Deckelbezug ebenfalls zur üblichen Badgarnitur. Der Deckelbezug dient eher der optischen Verschönerung des Badezimmers und wird entweder mittels Gummizug oder mit zwei Bändern am Toilettendeckel befestigt. Aus hygienischen Gründen sollte man immer darauf achten, dass der Deckelbezug regelmäßig gewaschen wird.

Moderne Badgarnituren verfügen über eine rutschhemmende Beschichtung, die der Sicherheit im Badezimmer dienen sollen. Sie bestehen aus Kunstfasern (meist aus Polyacryl) oder Microfaser und können in der Waschmaschine gewaschen und im Wäschetrockner getrocknet werden.

Im Handel ist die Badgarnitur in allen erdenklichen Formen, Farben und Materialien erhältlich. Sie verleiht dem Badezimmer seinen ganz persönlichen Stil- von einfach oder schlicht, bis hin zur exklusiven Garnitur mit auffälligen Farben und Mustern. Bei der Farbwahl sollte man immer darauf achten, dass die Farben der Badgarnitur mit den Farben der Fliesen sowie des Waschbeckens, der Dusche und Toilette, harmonieren.

Moderne Badgarnituren sind auch für Badezimmer geeignet, die mit einer Fußbodenheizung beheizt werden. Im Zweifelsfall sollte jedoch immer auf die Hinweise der Verpackung geachtet werden.

Badewannenablage

Bei der Badewannenablage handelt es sich um eine Vorrichtung, die am Badewannenrand befestigt wird. Sie ist etwa 25 cm tief und kann auf jede handelsübliche Badewanne aufgesetzt werden. Die Badewannenablage eignet sich besonders dann, wenn man Badezimmerutensilien wie Dusch- oder Badegel, Seife, Shampoo oder Schwämme ablegen möchte. Für ein entspannendes Vollbad ist die Ablage bestens geeignet.

Moderne Vorrichtungen werden meist aus Chrom oder Holz hergestellt, sind aber in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die aus verchromtem Stahl hergestellten Modelle sind meist in der Breite verstellbar, so dass sie auf jede gängige Badewannenbreite passen.
Desweiteren gibt es Badewannenablagen, die über eine Buchstütze verfügen, so dass man sein Lieblingsbuch sogar während des Vollbads weiterlesen kann.

Für einen romantischen Abend zu zweit eignen sich Ablagen mit einer Haltevorrichtung für eine Kerze sowie für zwei Sekt- oder Weingläser.

Um zu verhindern, dass die Badewannenablage durch Spritzwasser nach einiger unansehlich wird, muss sie regelmäßig gereiningt werden. Verchromte Modelle können mit einem milden Badreiniger gesäubert werden. Bei Badezimmerablagen aus Holz sollte man immer darauf achten, dass sie nach der Benutzung abgetrocknet werden, um Schimmel zu vermeiden.

Absauganlagen

 
Bei der Bearbeitung von Werkstücken fallen in etlichen Fällen Späne aus dem Material, welches bearbeitet wird, als Abfall an.

Eine Absaugvorrichtung in Form einer handelsüblichen Absauganlage kann diese Abfälle fachgerecht auffangen und aus dem direkten Arbeitsbereich entfernen.

Das geschieht meist mit Luftströmen, welche kanalisiert die Werkstoffreste in entleerbaren Auffangbehältern sammeln.

Je nach Leistung der Absauganlage und ihrer Beschaffenheit werden auch anfallende Stäube sicher mit abgesaugt.
 

Die Leistung einer solchen Anlage wird in m³/h, also in abgesaugten Kubikmetern Luft pro Stunde angegeben, dieser Wert ist auch Vergleichsparameter beim Erwerb einer Absauganlage. Absauganlagen für die Metallverarbeitung haben einen vorwiegend industriellen Einsatzbereich. Geräte für die Holzbearbeitung finden auch im Heimwerkersektor Verwendung. 1.000 m³/h sind hier für eine ordentliche Entsorgung der Späne meist ausreichend, ab 2.000 m³/h redet der Handwerker von Profiqualität.

Form und Beschaffenheit, sowie Nennleistung einer solchen Absauganlage sollte dem Einsatzbereich angepasst sein. Das Hobeln breiter Hölzer verursacht größere und schwerere Späne, als beispielsweise die Bearbeitung von Latten oder Leisten. Von Belang sind hier auch die Luftstromführung und das Fassungsvermögen des Auffangbehälters.

Arbeitsunterbrechungen durch erforderliche Entleerungen in hoher Frequenz, beeinflusst die Effektivität bei der Holzbearbeitung negativ. Mit dem Service und der Wartung sollte sich der Hand- und Heimwerker eingehend befassen.

Die Atemluft im Arbeitsbereich wird durch den Einsatz einer gut installierten Absauganlage qualitativ verbessert, die Staubentwicklung reduziert.

Naturholzspäne können kompostiert oder verkauft werden, solche mit Kunstharzkontamination oder Lack- und Lasurresten sind nur bedingt recyclingfähig.

Für eine gute Luftzirkulation muss Sorge getragen werden, der Fachhändler berät hier gern.

Einhandmischer

Unter einem Einhandmischer versteht der Sanitärfachhandel eine Armatur, um den Wasserfluss hinsichtlich der Menge und der Temperatur zu regulieren. Die Einhand-Mischbatterie ist eine fortschrittliche Einrichtung, welche Wasserhähne komplett im Bad- und Küchenbereich ersetzt. Es ist sowohl eine Zu- als auch Durchlaufkontrolleinrichtung.

Herkömmliche Mehrfach-Wasserhähne werden beim Einhandmischer durch einen patentierten Mischhebel ersetzt, welcher einhändig bedient werden kann und die gewünschte Temperatur des Wassers durch einen kleinen Schwenk einstellbar macht.

Die Bauart der Armatur erlaubt Bewegungen des Stellhebels in jeder Richtung. Üblicherweise ist eine seitliche Bewegung des Hebels für die Temperaturvorwahl zuständig, wobei Farbmarkierungen (blau = kalt, rot = warm) dem Benutzer eine optische Hilfestellung geben.

Eine vertikale Bewegung des Hebels reguliert in der Regel meist die Wassermenge, drückt man den Hebel nach unten, so verringert sich stufenlos die Durchlaufmenge bis hin zum Nullpunkt, der auch die Ruhestellung der Armatur darstellt.
Eine Aufwärtsbewegung öffnet innen liegende Ventile bis zur maximalen Durchlaufmenge in der oberen Stellung des Hebels.

Die Bedienung erfordert ein wenig Eingewöhnung, doch die formschöne Armatur und die einfache Bedienung macht die Gewöhnungsphase zum Kinderspiel und erlaubt selbst Senioren ein schnelles Erlernen der komfortablen Funktionen. Kinder kommen erfahrungsgemäß recht schnell mit der fortschrittlicheren Technik klar.

Herkömmliche Wasserhähne werden wohl künftig nur noch den Applikationen wie Gartenschläuchen und den Zuleitungen für Waschmaschinen vorbehalten sein.

Gasstrahler

Gasstrahler sind hochmobile Heizquellen, ideal für viele Events in Außenbereichen, der Gastronomie oder auch auf der privaten Terrasse.

Meist umhüllt der Standfuß des Gasstrahlers den Gaszylinder, die turmartige Konstruktion bringt dann den eigentlichen Brenner sowie den Reflektor auf Überkopfhöhen und dieser strahlt in einem Radius Infrarotwellen nach unten ab.

Die Vorteile dieser Konzeption sind eindeutig die kabellose Bereitstellungsoption von Wärme und ultrakurze Rüstzeiten für wohlige Wärme und Behaglichkeit überall dort, wo sie gerade benötigt wird.

Ausflugslokale und gastronomische Betriebe mit Außenbewirtungen können mit solchen Gasstrahlern ihre Gästefrequenz in der Vor- und Nachsaison gezielt steigern. Auch für Privatleute kann der Nutzzeitraum von Balkonen und Terrassen damit nicht unerheblich gestreckt werden.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit finden Gasstrahler auch als fest montierte Heizung in Hallen oder großen Räumen. Auch hier ist wegen der direkten Infrarotstrahlungen und deren Intensität auf Mindestabstände zu entflammbaren Bau- und Zierelemente zu achten.

Gasstrahler nennt man auch die Aufsätze für Campinggasflaschen (Propan- oder Butangas) mit einem Stück Zugangsschlauch und Brennereinheit mit Reflektor. Hier befindet sich die Brennvorrichtung in geringer Höhe, besondere Vorsichtsmassnahmen sind zwingend zu beachten, um Unfälle und Brandgefahren zu minimieren. Diese Gasstrahler eignen sich besonders, um kleinere Räumlichkeiten zu temperieren.

Vorsicht bei Inbetriebnahme solcher Gasstrahler in gänzlich geschlossenen Räumen (z.B. Garagen oder Wohnwagen), im regulären Betrieb wird reichlich Luftsauerstoff verbraucht. Auf eine ausreichende Belüftung sollte deshalb unbedingt geachtet werden.

Pelletsofen – Pelletöfen

Mit der permanenten Zunahme der Forschungsaufwendungen für Heizgeräte kamen alternative Brennstoffe und eine verbesserte Ausnutzung der frei werdenden Verbrennungsenergie der jeweiligen Brennstoffe in den vergangenen Jahren immer mehr in den Bennpunkt der Medien.

Eine dieser Entwicklungen bezog sich auf die sinnvolle Weiterverwertung von Holzabfällen, Spänen und Stäuben. Diese fielen noch vor Jahren weitestgehend ungenutzt in der Holzverarbeitung an.

Den Presslingen aus Biomasse werden eine durchaus umweltfreundlichere Heizenergiegewinnung nachgesagt, der CO² Ausstoß bei der Verfeuerung solle sich nur in dem Bereich bewegen, der auch beim kompostieren oder vermodern der Holzabfälle anfiele. Die so genannte Ökobilanz liegt demnach also in einem günstigeren Rahmen, als wie bei der Verheizung von fossilen Brennstoffen, wie z.B. Kohle oder Öl.

Je nach Bundesland werden Anschaffungen von Pelletöfen zur Wohnraumbeheizung mit Förderbeiträgen des Bundes oder der Landesregierungen noch attraktiver gemacht. Auskünfte hierzu geben die entsprechenden Webseiten der

© Thorben Wengert / PIXELIO
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Landesregierungen.

Die Qualität und der Brennwert der 6 bis 8 Millimeter durchmessenden und 5 bis 50 mm langen Pellets oder Presslingen liegt bei gerundet fünf kWh je Kilo, das entspricht in etwa dem halben Brennwert von leichtem, haushaltsüblichen Heizöl. Eine Norm wurde kreiert und die DIN 51731 reguliert nun mögliche Beimengungen und Prüfverfahren. Das österreichische Pendant ist unter der Ö-Norm 7135 zu finden.

Eine neue Europanorm soll EU-weit vereinheitlichen, unter der EN 14961-2 werden ab 2010 alle bisherigen Landesnormen außer Kraft gesetzt. Künftig microgaming casinos gibt es nur noch Güteklasse A1 (für Privathaushalte), sowie die Klassen A2 und B für institutionale oder industrielle Anwendungen.

Der Holzpelletsofen findet sowohl als Einzelofen zur Raumheizung als auch als Zentralheizsystem für ein ganzes Haus, immer mehr Zuspruch beim Verbraucher. Die Entwicklung der Pelletspreise je Tonne unterliegen auch weder den politischen Ereignissen im Mittleren Osten, noch dreht hier eine OPEC an Preisschrauben herum. Der heimische Brennstoff, unproblematische Lagerhaltung, die günstige Emissionsbilanz, vieles scheint für den Pelletsofen als die alternative Heizquelle der Zukunft zu sprechen.

Das Umweltbundesamt ist auch zum Fürsprecher des Pelletsofens geworden. Der Trend „Weg von Kohle und Öl“, ist für den Verbraucher nun leichter begehbar. Das Thema der Pellets als Brennstoff wird in der Presse und im Internet transparent dargestellt. Pelletspreisbarometer werden während anstehender Heizphasen in der Tagespresse veröffentlicht werden.

Schindeln

 
Schindeln dienen zur Eindeckung des Daches und verfügen über eine jahrtausendalte Tradition. Bereits in der Vorantike wurden dünne Steinplatten oder Holz als Schindeln verwendet. Diese wurden schuppenförmig auf das Dach gelegt, so dass kein Regenwasser in das Haus gelangen konnte.
 
Heutige Schindeln bestehen entweder aus Holz, Schiefer, Ton, Bitumen, Faserzement oder Metall.
 
In einigen Regionen wird die Schindel auch zur Verkleidung von Fassaden verwendet.
 
Ebenfalls regional abhängig ist das Material der Schindeln. So werden Schindeln aus Schiefer bevorzugt in Bergregionen verarbeitet, da dort hochwertiger Schiefer abgebaut wird.
 
Schindeln werden besonders dann gerne verwendet, wenn eine Dacheindeckung mit Dachziegeln nicht möglich ist. Extrem steile Dächer oder Kirchtürme werden deshalb gerne mit Schindeln gedeckt, da von ihnen eine weniger große Gefahr ausgeht, weil jede einzelne Schindel festgenagelt wird.
 
In der Alpenregion werden Holzschindeln in traditionellen Handwerksbetrieben hergestellt.
 
In Handarbeit wird Buchen-, Eichen-, Lärchen-, Fichten-, oder Zedernholz gespalten, um die Schindel herzustellen. Holzschindeln werden in über zwanzig verschiedenen Formen, Längen und Breiten angeboten. Da sie überlappend angenagelt werden und zudem große Mengen Schindeln benötigt werden, kann man sich vorstellen, dass der Preis einer Schindel-Dacheindeckung wesentlich höher ist als bei einer Eindeckung mit gewöhnlichen Dachziegeln.
 
Bei der Dachdeckung mit Schieferschindeln ist darauf zu achten, dass die Schindeln auf einer Vollschalung angebracht werden, da Naturschiefern über ein hohes Gewicht verfügen. Zwischen Verschalung und Schindeln werden Bitumendachbahnen verlegt, auf die die Schieferschindeln aufgenagelt werden. Erfahrene Handwerker können sie auch festschrauben. Da hierbei allerdings die Gefahr sehr groß ist, die Schindeln zu zerbrechen, sollten Hobbyheimwerker hiervon besser die Finger lassen.
 

© Karl Heinz Liebisch / PIXELIO
© Karl Heinz Liebisch / PIXELIO

Alternativ zu den Naturprodukten Holz und Schiefer sind im Handel ebenfalls Schindeln aus Faserzement erhältlich. Diese haben den Vorteil, dass sie sowohl feuerfest und extrem beständig gegen Korrosion und Feuchtigkeit sind. Auch Faserzement-Schindeln sind in verschiedenen Farben, Formen und Größen im Handel erhältlich. Da sie häufig mit einer strukturierten Oberfäche zum Einsatz kommen, sehen schwarze Modelle den Naturschiefer-Schindeln zum verwechseln ähnlich.
 
Bitumenschindeln gibt es ebenfalls in verschiedenen Farben sowie unterschiedlichen Farbverläufen. Mit Bitumenschindeln werden normaler Weise keine kompletten Hausdächer gedeckt. Meist kommen sie an Giebeln zum Einsatz oder aber zur Deckung von Carport- oder Gartenhausdächern.
 
Schindeln aus Ton werden auch heute noch gerne verwendet. Sie werden ebenfalls in verschiedenen Formen, Farben und Größen angeboten und werden angenagelt. Sollten Sie unter dem Begriff Tondachschindel im Baumarkt nicht fündig werden, sollten Sie sich nicht wundern, denn im heutigen Sprachgebrauch wird sie als Biberschwanzziegel bezeichnet.
 
Die Metall-Schindel wird aus Kupfer, Aluminium oder Titanzink hergestellt und in verschiedenen Farben und Formaten angeboten. Im Handel erhältliche Schindeln verfügen bereits über zwei Bohrlöcher, um das Festnageln an der Holzschalung zu erleichtern. Metall-Schindeln sieht man häufig an den Fassaden sehr modern gestalteter Häuser.